Bodenpflege
Posted by Conny at 14:40 0 Comment Print
Bodenpflege – Ein gesunder Boden ist die Grundlage für das Gedeihen jeder Pflanze – sowohl im Garten als auch in der Landwirtschaft. Ohne intakten Boden sind Pflanzen weniger ertragreich und anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Ein gesunder Boden ist in der Regel
ein humus- und nährstoffreicher Boden:
- ✔ Humus ist ein wertvoller Speicher für Nährstoffe, die bei seinem Abbau durch Bodenorganismen für die Pflanzen greifbar werden
- ✔ Humus ist die Lebensgrundlage der Bodenflora und Bodenfauna
- ✔ Huminstoffe verhindern die Ausdünnung von Nährstoffen
- ✔ Huminstoffe sind mitverantwortlich dafür, dass der Luft- und Wasserhaushalt des Bodens verbessert wird Daher sollte einem gesunden Boden ganz besonderes Augenmerk geschenkt werden.
SO ERKENNEN SIE EINEN GESUNDEN BODEN
Der Boden ist „gar“, wenn er gesund und fruchtbar ist. Bodenmüdigkeit liegt dann vor, wenn der Ertrag abnimmt. Einfacher ausgedrückt: Ist das Leben im Boden in Ordnung, so ist er gesund, fehlen die Bodentierchen, dann ist der Boden tot. Wie aktiv z. B. Regenwürmer in Ihrem Garten sind, können Sie durch Auflegen von Strohhalmen über Nacht abschätzen: Am nächsten Morgen brauchen Sie nur zu kontrollieren, wie viele verschwunden sind.
BODENBEARBEITUNG
- ✔ Sparen Sie sich die Arbeit mit dem Umstechen! Das herbstliche Umstechen führt zu einer Störung des Bodenaufbaues. Bodenorganismen, die eher sauerstoffarme, dunkle Verhältnisse bevorzugen, werden dadurch an die Oberfläche befördert und
umgekehrt. Eine oberflächliche Lockerung mit einer Grabgabel im Frühling ist ausreichend! Eine Ausnahme bilden schwere, tonige Böden.
KEINE VERWENDUNG LEICHT LÖSLICHER MINERALDÜNGER
- ✔ Pflanzen nehmen gelöste Nährstoffe in zu großen Mengen auf. Das überschießende Wachstum bedeutet eine höhere Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen.
- ✔ Kompost oder organische Dünger (z. B. Hornspäne) hingegen werden von den Bodenorganismen langsam abgebaut und somit die Nährstoffe nicht schlagartig freigesetzt. Außerdem führen organische Dünger zu einem gesunden Bodenaufbau.
KEIN OFFENER GARTENBODEN
Der Boden sollte ganzjährig bedeckt sein durch:
- ✔ Pflanzen
- ✔ Mulch (Bodenbedeckung mit unverrottetem organischem Material wie angetrocknetem Grasschnitt oder Laub) oder
- ✔ Gründüngungspflanzen (kurz- oder auch längerfristige Bodenbegrünung mit speziellen Pflanzen, die dann in den Boden seicht
- eingearbeitet oder gemulcht werden
