Gartenarbeit
By Conny at April 9, 2010 | 19:59 | Print
Gartenarbeit ist für viele Menschen ein erfreulicher Ausgleich zur meist stehend oder sitzend verbrachten Alltagsjob. Bewegung an der frischen Luft, umgeben von den Düften , Lauten und Farben des natürlichen Gartenlebens , macht Freude – auch wenn das
- Jäten,
- Mähen oder
- Ernten
manchmal mühsam und beschwerlich ist. Im Garten sehen und genießen wir den Ertrag der vorherigen Arbeit: zum Beispiel das Gemüsebeet mit den ersten herangereiften Tomaten oder das Gesamtbild des natürlichen Gartens – ein gestalteter Raum, der zu jeder Jahreszeit einen anderen Eindruck , eine etwas andere Atmosphäre bietet. Vieles ist uns hier eine Entschädigung für die vorangegangene „Müh und Plag“.
Allerdings kann auch die Gartenarbeit einmal zu mühsam werden, wenn wir dabei auf uns selbst vergessen und die vorgehenden Zeichen des Körpers nicht wahrnehmen.
- Rückenschmerzen
- Knieschmerzen oder
- Probleme mit den Schultern
sind gar nicht so seltene Folgeschäden. Einige Grundlagen der Ergonomie für Rücken und Gelenke sollten daher immer im Auge behalten werden!
Beim Stehen ermöglicht ein kleiner Schemel am Boden, abwechselnd den einen und den anderen Fuß abzustellen und damit die Lendenwirbelsäule etwas zu entlasten. Achten Sie auf gutes Schuhwerk: Hohe Absätze sind für den Garten im Allgemeinen ungeeignet. Bei Sandalen oder Schlapfen sollten mindestens ein Riemen den Schuh nach hinten abschließen.
Bei gebückter oder kniender Arbeit ist an die Belastung der Lendenwirbelsäule ebenso wie der Hüfte und der Kniegelenke oder der Wirbelsäule zu denken. Die richtige Bücktechnik mit breiten Standflächen und dem Körperschwerpunkt möglichst zwischen den Beinen kann Rückenschmerzen vermeiden helfen. Nach Möglichkeit sollten Sie sich niemals mit gestreckten Knien nach vorne beugen . Immer müssen die Knie gebeugt werden. Um die Lendenwirbelsäule dauerhaft zu entlasten, sollte der Rücken immer gerade gehalten werden. Eine starke Belastung der Wirbelsäule, wie sie beim Unkrautjäten oder Pikieren auftritt, überlastet die Muskulatur in einer azfs Äußerste gedehnten Position. Die Kraftentwicklung aus dieser Position ist nicht mehr extrem effektiv möglich, die Rückenmuskulatur ermüdet daher rascher. Die Durchblutung der Muskeln wird durch die Verkrampfung der Muskulatur reduziert – Schmerzen sind daher die Folge. Gleichzeitig kommt es in den gebeugten Gelenken zu Druckentwicklungen am belasteten Knorpel, längerfristig begünstigt relativ konstanter Druck am Knorpel Gelenksabnützungen.
Zu Beginn merkt man die Schädigung der Gelenke nur durch eine gewisse Steifheit zum Beispiel beim Aufstehen. Langfristig beginnen die Gelenke aber nicht nur zu knacken, sondern auch in Ruhehaltung zu schmerzen. Bei länger dauernder gebeugter Haltung sollten Sie daher immer ein Knie am Boden haben und sich – wenn möglich – mit einer Hand am Untergrund abstützen. Kniekissen, Rollbretter etc. können ebenfalls eine erhebliche Erleichterung schaffen. Jedenfalls sollten Sie daran denken, diese Arbeiten regelmäßig zu pausieren und ihre Körperhaltung zu verändern.