Pflanzschnitt
Posted by Conny at 04:02 0 Comment Print
Pflanzschnitt
Weil Gehölze beim Verpflanzen zum Teil ihre Wurzeln verlieren, ist es notwendig auch die oberirdischen Pflanzenteile umfangreich einzukürzen.
- Grundsätzlich werden vor dem Pflanzen eines Strauches die schwächeren und älteren Triebe entfernt. Die noch verbleibenden Triebe kürzt man etwa um ein Drittel ein. Dadurch bringt man die unteren Knospen zu einem bessern Austrieb und der Strauch wird später dichter und üppiger. Auch die Wurzeln müssen im gleichen Maße eingekürzt werden.
- Laubhecken–Pflanzen werden bei der Pflanzung dicht über dem Boden zurückgeschnitten, dadurch verzweigen sie sich dichter von unten.
- Bei Containerpflanzen (Topfpflanzen) und Koniferen wird kein Pflanzschnitt durchgeführt. Hier werden nur beschädigte Triebe entfernt.
Dies ist eine Art des Gehölzschnittes, die – der Name sagt es – nur beim Ein- b.z.w. Umpflanzen in Frage kommt.
Das Hauptproblem beim Umpflanzen besteht darin, daß die Gehölze beim Ausstechen in der Baumschule eines bedeutenden Teils ihrer Wurzel beraubt wurden. Und zwar wurden gerade die jungen, äußeren Wurzelteile vom Spaten abgestochen. Dort befinden sich die Haarwurzeln, also genau die feinverzweigten Teile der Wurzel mit denen die Pflanze das Wasser vom Boden aufnimmt. Durch das Auspflanzen wurde also zwangsläufig das Verhältnis von “unten” zu “oben” gestört. Das heißt, die oberirdischen Teile, die mit Wasser versorgt werden wollen, sind noch voll da, aber die entsprechende Wurzelmasse, welche dieses Wasser aus dem Boden aufnehmen müßte, fehlt. Man hört auch manchmal, das Gleichgewicht von Wurzel und Krone sei gestört.
