Natürliche Schädlingsbekämpfung

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Natürliche Schädlingsbekämpfung

Eine Schwalbe macht noch lange keinen Sommer – und ein „Schädling“ bringt noch keinen Apfel-Baum um, führt aber leider oft zum Einsatz der vielbeschworenen  Giftspritze. Anstatt erst einmal abzuwarten, ob natürliche Gegner die Ausbreitung  der Schädlinge stoppen, wird deren Tätigkeit – die zeitlich immer verzögert auftritt – durch Pestizideinsatz gleich grundlegend verhindert. Die so genannten Schadorganismen erholen sich allerdings zumeist nach einer Pestizidanwendung weitaus schneller als ihre Gegenspieler – und so vollbringen sie vor unseren staunenden Augen nach so mancher Vertilgungsaktion erst recht neue Höhepunkte.

Dass Nützlinge einen ganz beträchtlichen  Beitrag bei der Kontrolle und Regulierung von Schadinsekten  sowie deren Vermehrung leisten können, mögen folgende Zahlen verdeutlichen:

  • Marienkäfer vertilgen bis zu 50 Blattläuse pro Tag,
  • insgesamt etwa 400 Läuse pro Käfer und Jahr;
  • eine Florfliegenlarve verdrückt 200 bis 500 und eine Schwebfliegenlarve bis zu 600 Blattläuse im Laufe ihres Larvendaseins.
  • Wichtige Nützlinge sind auch die verfessenen Raubmilben, die nicht nur bis zu 50 Spinnmilben pro Individuum, sondern auch Pilzsporen und die  Pilzfäden verzehren. Allerdings reagieren sie äußerst sensibel auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln.

Um die Entwicklung der Schädlinge gleich von Anbeginn an wirklich kontrollieren zu können, ist eine möglichst hohe Ausgangszahl an Nützlingen wichtig. Vereinzelte Blattläuse sind unter diesem Blickwinkel keine „Schädlinge“, die bekämpft werden sollen, sondern ein grundlegendes  Nützlingsfutter. Geduld und Vertrauen in die natürliche Regulierung sind daher angebracht, und auch Toleranz macht sich bezahlt. Ein Beispiel: Die wenigsten Läusearten  die man auf einem Apfelbaum findet, schädigen diesen wirklich grundlegend . Sie sind eher als Nützlingsfutter zu bezeichnen – zum Beispiel für den  Marienkäfer! Denn ohne Läuse gibt es keine Nahrung für Marienkäferlarven, und ohne Marienkäferlarven gibt es keine oder weniger Marienkäfer, die ihre Eier wieder in die Läusekolonien legen könnten …

Es gibt natürlich auch viele Ausnahmen von dieser Regel , und so kann etwa das Auftreten der Mehligen Apfelblattlaus junge oder auf sehr schwach wüchsigen Unterlagen veredelte prachtvolle  Bäume (die für den Intensivobstbau und nicht für den Hausgarten bestimmt sind!) stark  schädigen.

Brennesseljauche:

Sie sammeln Brennnesseln (Handschuhe + Schere mitnehmen), schneiden das Kraut klein und füllen ein beliebiges Gefäß damit. Steingut wäre ideal, zur Not geht aber auch ein Plastikeimer. Mit Wasser auffüllen und 24 Stunden stehen lassen. Dann hat der Auszug die erwünschte brennende Wirkung. Sollten Sie mit einem Spritzgerät arbeiten, schütten Sie den Sud durch einen Filter (z.B. Tee- o. Kaffeefilter), sonst verstopft die Düse bei dem Gerät.

Natürliche Schaedlingsbekämpfung

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