Wein Reben
Bei der Rebe sollte der Schnitt auch abgeschlossen werden. Je später man schneidet, desto mehr ,,bluten,, die Reben. Das ,,Bluten” kommt daher weil die Rebe bereits im Saft ist und beim Schneiden die Saftbahnen nicht sofort verschlossen werden können. Dabei kann ein Rebstock bis zu 1,5 Liter Flüssigkeit Verlust erleiden . Dieser Flüssigkeitsverlust schädigt die Pflanze aber nicht . Entgegen der allgemeinen Meinung kann die Rebe das ausgezeichnet verkraften.
Der Vorteil eines etwas späteren Rebschnittes ist, dass man eventuelle Winterfrostschäden noch sehr gut ausgleichen kann. Beim Rebschnitt ist folgender Grundsatz zubeachten: Die Fruchte hängen auf jenen grünen Trieben, welche aus den Augen eines einjährigen Holzes austreiben.
Wenn dieses einjährige Holz auf einem zweijährigen steht, dann ist die Fruchtbarkeit deutlich höher als bei Hirntrieben, welche auf altem Holz stehen. Beim Biegen der Ruten ist vorsicht geboten, sodass diese nicht abbrechen. Am besten nimmt man die Rute in beide Hände und biegt vorsichtig über beide Daumen, bis ein leichtes Knacken zu hören ist.
Dabei reißen die Bastblatten in den Trieben, diese werden somit biegsam und können gut gebunden werden. Wird das Binden zu fruh gemacht, das heißt noch in einer Zeit, in der die Rebe noch nicht im Saft ist, bricht das Holz sehr leicht und man kann den Stockaufbau nur schwer steuern. Wichtig ist auch, dass man keine Stummel zurucklässt und beim Schneiden auf die Sauberkeit achtet.
Standort, Licht, Wasser, Boden:
Volle Sonne, sehr warmer, windgeschützter Platz, am besten an einer Mauer, z.B. weiße Südwand. Ausreichen duengen und wässern, nicht austrocknen lassen (vor allem bei trockenem Platz an einer Wand), am besten immer mulchen, keine Staunässe.
- Pflanzung: Keine Besonderheiten, Veredelungsstelle über die Erde, mindestens 50 cm Abstand von der Wand.
- Pflanzabstand: An der Wand, Weinspalier: ca. 3 m.
- Jahreszuwachs/Wuchskraft: Bis zu 3 m, schnellwüchsig.
- Schutz vor Vogelfraß: Reife Weintrauben müssen wie Süßkirschen mit Netzen geschützt werden, damit einem die Vögel bei der Ernte nicht zuvorkommen


