In seinem neuen Ratgeber „Das Kübelpflanzenbuch“, verrät Experte Peter Klock alles Wissenswerte über Kübelpflanzen. Dazu zahlreiche Tipps und Tricks aus der Praxis, und schon steht dem Blütenwunder auf Balkon, Terrasse und im Topf-Garten nichts mehr im Weg. Schnitt für Schnitt Das Beschneiden von Kübelpflanzen sollte keinesfalls unterbleiben, wenn schon bald ein ansprechender kompakter Wuchs erzielt werden soll. Bringen Sie den Mut auf und schneiden Sie kräftig zurück. Der neue Austrieb wird Sie positiv überraschen. Wer seine Kübelpflanzen selbst anzieht oder Jungpflanzen kauft und sie von Anfang an beschneidet, wird sich lange an ihrem Wuchs erfreuen können. Zudem beugt man der Vergreisung der Pflanzen vor, wenn sie gleich von Anfang an richtig beschnitten werden.
Buschige Wuchsformen
Einen buschigen Wuchs erzielt man durch einen kräftigen Rückschnitt der Pflanzen im Spätwinter, also kurz vor dem Austrieb. Die verbleibenden Knospen, auch Augen genannt, treiben dann räftig durch. Haben sie im Juni oder Anfang Juli eine Länge von 30–50 cm erreicht, werden die Neutriebe nochmals auf einige Knospen gekürzt. So wird aus der Jungpflanze bis zum Herbst ein ansehnlicher Busch. Ältere Exemplare werden immer wieder in Form geschnitten. Besonders attraktive buschig wachsende Pflanzen sind
- Buchs,
- Chinesischer Hibiskus,
- Erdbeerbaum,
- Feige, Granatapfel,
- Kamelie, Kerzenstrauch,
- Oleander,
- Schönmalve,
- Zitronen-Verbene.

Verschiedene Jungpflanzen können zu Stämmchen herangezogen werden. Dazu wird nur der kräftigste Trieb stehen gelassen. Hat er die Länge des gewünschten Stämmchens erreicht, z. B. 80 cm, lässt man ihn etwa weitere 20 cm wachsen. Dann erfolgt ein Rückschnitt dieses Triebes so weit, dass noch um die sechs Knospen oberhalb der gedachten 80-cm-Marke verbleiben. Die Knospen treiben aus und bilden neue Triebe für ein Kronengerüst. Diese Triebe werden nach entsprechendem Zuwachs erneut jeweils auf einige Knospen eingekürzt. Bodentriebe werden sofort entfernt, austreibende Knospen am Haupttrieb abgerieben. Auf diese Weise kann schon innerhalb eines Jahres
ein Stämmchen angezogen werden. Es ist wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu gießen und sie gut zu düngen. Nur dann ist ein schnelles und ansehnliches Formieren möglich. Folgende Pflanzen eignen sich gut zur Erziehung von Stämmchen:
- Baumtomate,
- Chinesischer Hibiskus,
- Feige,
- Granatapfel,
- Kamelie,
- Oleander,
- Olive,
- Wandelröschen
- und Zitrusarten.
Häufige Fehler
Junge Stämmchen sind meistens nicht stabil genug, um eine Krone zu tragen. Daher sollte man zumindest anfänglich das Bäumchen
an einem Bambusstab festbinden. Kübelpflanzen sollte man schneiden:
- um ihnen einen ansehnlichen, dem Alter und der Kübelgröße angepassten Wuchs zu verleihen;
- um eine bestimmte Wuchsform zu erzielen;
- um unerwünschte Triebe und totes Holz zu entfernen;
- um die Blütenbildung zu förder
- um alten Pflanzen wieder jugendliches Wachstum zu verleihen.
WICHTIG ZU WISSEN
Mit dem Begriff Kübelpflanzen werden gewöhnlich mehrjährige, meist verholzende Pflanzen bezeichnet, die sich hinsichtlich ihrer
Größe und ihres Wuchsverhaltens von den Topfpflanzen unterscheiden. Sie werden häufig zur mobilen Dekoration von Gartenanlagen,
Terrassen und Balkonen verwendet.



