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Magnolien – Blütenwunder im Frühlingsgarten
Die Familie der Magnoliengewächse (zu welcher auch der Tulpenbaum – Liriodendron – zahlt), ist eine bereits über 100 Millionen Jahre alte pflanzenfamilie. sie weist viele ursprüngliche Merkmale auf: zumBeispiel der zapfenformige Fruchtstand oder die spiralig angeordneten Blütenblätter, die nie miteinander verwachsen sind. Auch die Bestäubung durch verschiedene Käfer wird als lndiz dafür gewertet. Ihre natürliche Verbreitung beschränkt sich heute auf Ostasien und Amerika. In europäischen Wäldern waren sie ursprünglich zwar auch vertreten, hier sind sie aber bereits während der Eiszeit ausgestorben. Die aus Ostasien stammenden Arten sind nicht nur frühblühend, aufgrund ihrer geringen Größen passen sie auch in jeden Garten.
Magnolien verleihen Gärten eine besonders exquisite Note.
Tulpen-Magnolien bezaubern im Frühling wegen ihrer wirklich attraktiven Blüten haben Magnolien schon vor langer Zeit unsere Gärten erobert. Die bekannteste ist natülich die Tulpen-Magnolie, Magnolia x soulangiana. von dieser gibt es eine Anzahl an Gartenformen. Sie entstammt einer Kreuzung aus der weiß blühenden yulan-Magnolie (M. dnudata) und der purpurrot blühenden purpur-Magnolie (M. lilitfor). Benannt sind sie nach Soulange-Bodin, der bereits 1820 mit der Zichtung von Magnolien begonnen hatte.
Als kleinkroniger Baum oder mehrstämmiger großer Strauch ist sie in vielen Gärten anzutreffen. Sie zählt zu jenen fruh blühenden Arten und Sorten, die lhre zahlreichen Blüten bereits vor der Laubentwicklung im April entfalten und deshalb überaus beliebt sind. Bekannte Sorten sind unter anderem ‘Alba Superba’ mit überaus großen weißen Blüten bis 20 cm Durchmesser. ‘Rustica Rubra, zeichnet sich durch außen dunkel purpurrote, innen milchig weiße Blütenkelche aus. ‘Lennei’ schmückt sich im April mit großen dunkelrosa Schalenblüten.
Für den kleinen Garten und den Vorgarten Für kleine Gärten bietet sich die Sternmagnolie (M.stellata) an. Sie wird kaum mannshoch (selten höher) und schmückt sich meist schon Ende März mit ungemein attraktiven sternförmigen, etwa 10 cm großen reinweißen Blüten. Die Sorte ‘Royal Star’ unterscheidet sich durch etwas stärkeren Wuchs und etwas größere und breitere Blüten mit 78-25 Blütenblätter. Die Schönste unter den ,,Kleinen” ist aber die dicht gefüllt rosa blühende Sorte ‘Chrysanthemiflora’.
Der ,,große Bruder” der Sternmagnolie ist die Kobus Nagnolie (M. kobas). Diese aus Japan stammende Art kann schon mal bis 10 m hoch werden, bleibt in der Regel ab unter 6 m Höhe und Breite. sie trägt ebenfalls sternförmig weiße Blüten vor dem Laubaustrieb, wegen ihrer stärke wird sie vorwiegend als Blütenbaum in parkanlagen verwendet.
Überaus attraktl sind aber die Loebneri-Hybrid en (M loebnei), so bezeichnet man die Kreuzungen zwischen Kobushi-Magnolie und der Stern-Magnolie. Sie wurde bereits um 1900 von Max Loebner gezüchtet. Die blühende Sorte ‘Merrill’entstand 1939 im Arnold Arbortum in den USA. Das rosa blühende Gegenstück heißt ‘Leonard Messel’, diese Sorte ist im Nymanns Garden England entstanden und zählt zu den schönsten Sorten für den Garten. ‘Merill’ und ‘Leonard Messel, werden evt. 3-5 mhoch, diese Sorten sind locker aufgebaut und schmücken sich mit sternförmigen, bis 12 cm breiten, aber dennoch sehr zierlichen B1üten von besonderer Leuchtkraftvor dem Laubaustrieb. Wie alle Magnolien bevorzugt diese gleichmäßig feuchte, humose, gut durchlässige Böden mit leicht saurer bis leicht alkalischer Bodenreaktion. Sie wirken insgesamt viel zierlicher als die Soulangiana-Hybriden, wachsen sehr malerisch und lassen sich besonders gut mit Zwiebelpflanzen wie Narzissen, Chionodoxa oder Scilla kombinieren.
Purpurne Magnolienblüten bis in den Juni hinein
Wer auf Magnolienblüten bis in den Juni hinein wert legt, der wird sich wahrscheinlich eine purpur-Magnoli (M. liliiflor) in den Garten pflanzen.Insbesondere die Sogenannte `Nigra’, die bereits 1861 von J. G. Veitch aus Japan eingeführt wurde, ist äußerst empfehlenswert: ihre Blüten erscheinen zugleich mit den Blättern von Ende April bis Mai, eine reiche Nachblüte ist noch bis Juni sicher. Die Blüten selbst sind 10-12 cm lang, schml vasenförmig und dunkel rubinrot bis magenta gefärbt. Sie ist wesentlich widerstandsfähiger gegenüber Spätfrösten und wegen der Nachblüte ist auch in Extremfällen die Blüte gesichert. Ahnlich, aber vielleicht sogar mit noch reicherer Blüte präsentiert sich die Hybrid-Sorte ‘Susan’.
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