Monday September 6th 2010

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Rosen Krankheiten und Schaedlinge

Rosen Krankheiten und Schaedlinge

Wilde Rosen

WILDE ROSEN FÜR MENSCH UND TIER

Wildrosen sind wieder „in“. Immer mehr Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer wenden sich den ursprünglichen Formen der Rose zu. Denn Wildrosen sind robust und dem Standort angepasst. Anders als hochgezüchtete Edelrosensorten brauchen Wildrosen kaum Pflege. Sie benötigen weder Schnitt noch Frostschutz im Winter und sind mit einem sonnigen Plätzchen im Garten vollends zufrieden. Außerdem sind sie für die Tier- und Insektenwelt äußerst wertvoll. Ihre ungefüllten Blüten und die Hagebutten
sind eine willkommene Nahrung für tierische Mitbewohner

Wilde Rosen
wildrose

Die Wildrose bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Als

  • Einzelgehölz,
  • in Gruppen gepflanzt oder als
  • Heckenpflanze

ist sie das ganze Jahr über eine Augenweide

Rosen – Die Königin der Blumen hat Saison

Rosen bringen Duft und Farbe in Ihren Garten und zugleich Ausgleich in Ihr Leben. Der Duft der Rose hilft überall da, wo etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, z.B. bei Depressionen und Traurigkeit.

Rosen   Die Königin der Blumen hat Saison
rosengarten
Schon bei den antiken Römern war es hoch angesehen Rosen zu züchten . Durch intensive Zuchterfolge  entwickelten sich aus den alten Rosen mit ihren  fünf Blütenblättern Auslesen mit dicht gefüllten Blüten und einer weiten Varianz an Duftnoten. In früheren Zeiten wurde der Juni als Rosenmond bezeichnet, ein Hinweis darauf, dass der Juni die Hauptblühzeit der Rosen ist.

Große Auswahl an Rosen

Die Palette von

  • Duft,
  • Farben und
  • Formen

ist fast unendlich groß. Durch ihre vielfältigen Wuchsformen eignet sie sich für die unterschiedlichsten Gärten , von Bodendeckerrose und Beetrosen über Kletterrosen bis zu nostalgischen Strauchrosen. Vom Duft, der an liebliche Maiglöckchen, Sommerflieder oder sanfte Gewürzmischungen erinnert, und bei Farben die von  sanftem Weiß über helles Rosa bis sattem  Dunkelviolett reichen, finden Sie bestimmt Ihre individuelle  Lieblingsrose.

Ein stimmiges Bild gibt die Königin der Blumen mit einem passenden gesselligen Fußvolk. Begleiter wie die Glockenblume (Campanula persicifolia), Kugeldistel (Echinops), Schleierkraut (Gypsophila), Storchschnabelarten (Geranium) oder Lilien sorgen für Farben und eine lange Blütenvielfalt im Rosengarten Beliebte Kombinationen  für Kletterrosen lassen sich unter den zahlreichen Gräsern und Clematisarten finden.

Tipps für einen blühenden Rosengarten

  • Rosen sollten mit entsprechender Distanz zueinander gepflanzt werden, damit die Blätter nach einem Regen oder nach kühlen Nächten mit Taubildung rasch abtrocknen. Dies beugt Pilzerkrankheiten  vor.
  • Die Veredelungsstelle sollte ca. 3  Fingerbreit unter der Bodenoberfläche sein.
  • Düngung im frühen  Frühling mit Rosenspezialdünger.
  • Im Herbst abgefallene Rosenblätter sachte entfernen, da mögliche Schadpilze überwintern und im nächsten Jahr zum Ausbruch kommen können.
  • Wenn Sie an Ihrem Lieblingsplatz eine Rose ersetzen wollen, führen Sie bitte unbedingt einen Erdaustausch durch.

Rosen

rote rosen

Rosen mit Topfballen wachsen auch jetzt gut an

Die Pflanzzeit für Rosen ist normalerweise im Frühjahr oder im  Herbst. In dieser Zeit werden die Pflanzen  wurzelnackt – das heißt die Rosen werden ohne die Wurzeln umgebende Erde verkauft.

Wer dieses Jahr spät dran ist oder im Sommer spontan seinen Garten oder seinen Rosengarten mit blühenden Rosen aufpeppen will, kann aber auch stattdessen Rosen mit Topfballen verwenden.  Darauf weist die Initiative Pflanze des Monats in Düsseldorf hin. Rosen und andere mehrjährige Gartenpflanzen, welche in Gefäßen angeboten werden, wachsen auch außerhalb der üblichen Pflanzzeiten gut an.

Rosen pflegen

Rosen pflegen
Rosen pflegen

RICHTIGE ROSENPFLEGE IM HERBST

Herr Ferschich, Obergärtner von Baden, gibt einen Rückblick auf das „Rosenjahr“,  spricht über vorbeugenden und biologischen Pflanzenschutz und erklärt detailliert ,was im Herbst bei der Rosenpflege genau zu beachten ist, damit die Rosen den Winter gut überstehen und im kommenden  Jahr wieder üppig gedeihen.

Herr Ferschich,wie hat sich denn das Wetter im vergangenen Jahr auf die Rosen ausgewirkt? War es ein gutes oder schlechtes „Rosenjahr“?

Im Frühling und Sommer gab es heuer viel Regen bei hohen  Temperaturen. Dies hat den Pilzbefall gefördert. Echter Mehltau ist besonders häufig im Juni aufgetreten. Im Hochsommer waren viele Rosen von Sternrußtau befallen
und im Spätsommer haben wir ein starkes Auftreten des  Rosenrostes beobachtet.

Was kann man denn gegen Rosenkrankheiten tun?

Vorbeugen ist auch hier besser als bekämpfen! Wichtig ist der richtigr Standort , ein guter Boden sowie die Auswahl robuster Sorten bei Neubepflanzungen. Besonders robuste Beetrosen sind etwa die Sorten

  • ‘Gebrüder Grimm’,
  • ‘Home and Garden’,
  • ‘Inspiration’,
  • ‘Zonta-Club-Rose’,
  • ‘Knock Out’ oder
  • ‘Cassandra’.

Bei  Strauchrosen habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht mit den Sorten

  • ‘Shalom’,
  • ‘Westerland’ und
  • ‘Schneewittchen’.

In Baden läuft seit ca. einem Jahr ein Versuch zum Thema „Rosenbeete mit biologischem Pflanzenschutz und biologischen Pflanzenstärkungsmitteln“. Können Sie uns mehr darüber erzählen?

Der Versuch ist ein erstes  Projekt der Aktion „Natur im Garten“ und wird  mit der Universität für Bodenkultur, der Firma biohelp und  der Stadt Tulln durchgeführt. Der Versuch läuft das erste Jahr, daher ist es noch zu früh, um schon über Ergebnisse zu  reden.Was wir aber schon sagen können ist, dass sich der Einsatz von Nützlingen  sehr bewährt hat. So wurden etwa  die Florfliegen  massiv  gegen Blattläuse eingesetzt.

Der Winter steht bevor.Was ist nun im Herbst zu tun, damit die Rosen den Winter ausgezeichnet  überstehen?

Ab dem Spätherbst, wenn der erste Frost auftreten, sollten Beetrosen auf  untere Kniehöhe (ca. 40–50 cm) beschnitten werden – aus optischen Gründen, damit der Boden besser  bearbeitet werden kann und um Schneebruch im Winter zu verringern. Als Winterschutz sind die Rosenstöcke anzuhäufeln und der Boden sollte mit einem Spaten oder einer Grabgabel umgegraben werden, damit er im Frühling locker ist. Rosenbäumchen müssen eingepackt werden; dies kann man mit Papiersäckchen machen, aber am besten ist alte Jute oder  ein Vlies; auf keinen Fall sollten Kunststoffverpackungen verwendet werden! Bei Strauchrosen bitte die alten  Hagebutten nicht abschneiden! Sie dienen einerseits als Futter für Vögel  im Winter und viele Strauchrosen haben schöne, dekorative Fruchtstände, die in den Winter hinein den Garten dekorieren. Besonders schönen Fruchtschmuck haben die Rosensorte Rosa rugosa und Rosa sweginzowii macrocarpa. Und natürlich ist jetzt im Herbst auch die beste Zeit, um Neupflanzungen zu tätigen.

Vogesenrose, hellrosa Rosa vosagiaca

Vogesenrose, hellrosa Rosa vosagiaca
vogesenrose
  • Standort Frisch
  • Wuchshöhe 150 cm
  • Wuchsstärke wüchsig
  • Form dichtbuschig
  • Blütenfarbe Rosa
  • Blütezeit Mai, Juni, Juli
  • Bodenanspruch Humus, Lehmiger Boden
  • Verwendung Wildpflanze, Bienenweide, Vogelschutzgehölz, Landschaftsgehölz, Bauerngarten, Naturgarten
  • Früchte ja
  • Geruch nein
  • Dornen nein

Vogesenrose mit hellrosa, zart duftenden Blüten. Laub oberseits bläulich bis  grün. Die hellroten, essbaren Früchte verbleiben bis in den Winter hinein an den bogig überhängenden Trieben. Heimisch in Nordeuropa und Mitteleuropa auf steinigen, lehmigen, kalkreichen Böden.

Stacheldrahtrose, reinweiß Rose ‘Pteracantha’ (sericea)

Stacheldrahtrose, reinweiß Rose Pteracantha (sericea)
stacheldrahtrose
  • Standort Frisch
  • Wuchshöhe 200 cm
  • Wuchsstärke wüchsig
  • Form dichtbuschig
  • Blütenfarbe Weiß
  • Blütezeit Mai, Juni, Juli
  • Bodenanspruch Humus, Lehmiger Boden
  • Verwendung Blütenhecke, Solitär/einzelstellung, Dachgarten
  • Früchte ja
  • Geruch nein
  • Dornen ja
Reinweiß, einfach, leuchtend rote, dekorative & auffallend breite Stacheln, die flügelartig an den Trieben entlanglaufen, starkwachsend, Hagebuttenschmuck, toleriert halbschattige Gartenplätze, sommerblühend. R. sericea, Wildrose, 1890.

Apothekerrose, leuchtendrosa Rose ‘Officinalis’ (gallica)

Apothekerrose, leuchtendrosa Rose Officinalis (gallica)
apothekerrose
  • Standort Frisch
  • Wuchshöhe 120 cm
  • Wuchsstärke normal
  • Form dichtbuschig
  • Blütenfarbe Rosa
  • Blütezeit Mai, Juni, Juli
  • Bodenanspruch Humus, Lehmiger Boden
  • Verwendung Solitär/einzelstellung, Bauerngarten
  • Früchte ja
  • Geruch ja
  • Dornen ja
Leuchtend rosa, halbgefüllt, sehr wohlriechend, großer, mattroter Hagebuttenschmuck, buschiger Wuchs, Triebe mit kleinen Borsten bewehrt, sommerblühend. R. gallica, früher für Arzneimittel & Düfte verwendet, Apothekerrose, vor 1310.

Bourbonrose, kräftig rosa gefüllt Rose ‘La Reine Victoria’ (bourbon.)

Bourbonrose, kräftig rosa gefüllt Rose La Reine Victoria (bourbon.)
bourbonrose
  • Standort Frisch
  • Wuchshöhe 120 bis 150 cm
  • Wuchsstärke normal
  • Form aufrecht
  • Blütenfarbe Rosa
  • Blütezeit Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Bodenanspruch Humus, Lehmiger Boden
  • Verwendung Solitär/einzelstellung
  • Früchte nein
  • Geruch ja
  • Dornen ja
Lilarosa, anfangs kugelige dann  schalenförmige Blüten, dicht gefüllt, wohlriechnder  Duft, starker, schlank aufrechter Wuchs, remontiert regelmäßig bis in den Herbst. Für freien, sonnigen Standort.

Chinesische Goldrose, goldgelb Rosa Hugonis

chinesische Goldrose
chinesische Goldrose
Chinesische Goldrose mit goldgelben bis primelgelben, einfachen und früher  erscheinenden Schalenblüten. Ein üppig wachsender, reichblühender Strauch mit scharlachroten Hagebutten Früchten im Herbst, feinfiedrigem Laub und  bogigen, fein bestachelten Trieben. Gut geeignet als Frühjahrsblüher in einer Blütenhecke oder in Kombination mit Stauden.
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