Garten gestalten mit Bäumen im Hausgarten
Selbst im kleinen Hausgarten sollten Bäume nicht fehlen - sehr vorausgesetzt, es handelt sich um Kleinbäume und Garten Stauden , die in den kleinen Raum passen. Geschickte Platzierung und Gruppierung beeinflussen sehr die gestalterische Wirkung.
Wir brauchen im Garten, am Haus oder in nächster Nachbarschaft ein paar alte Bäume, wenn unser tägliches Lebensgefühl nicht unter seiner natürlichen Höhe und Kraft bleiben soll. (Zitat Karl Foerster )
Bäume zu pflanzen, gehört seit vielen Jahrhunderten zu den beliebtesten und symbolträchtigsten Tätigkeiten der Menschen. Sie sind seitdem – mit wechselhafter Bedeutung – ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Siedlungen. Gartenbäume werden aus ganz unterschiedlichen Änlässen gesetzt:
- zur Geburt eines Kindes
- Schattenspender
- als Sichtschutz
- zum Schutz des Hauses vor Unheil
- oder Schutz vor den Witterungseinflüssen.
In früheren Zeiten spielte auch die Verwertbarkeit von Obst, Laub, Reisigen und Holz eine Rolle bei der Auswahl des Baumes, im Zuge der ständig kleiner werdenden Baugrundstücke wird in den Hausgärten, in Gastgärten und Höfen immer häufiger auf die Pflanzung von Bäumen verzichtet. Dabei wirkt ein Haus ohne Baum meist ungemütlich und einsam. Dagegen schafft der Baum eine unverwechselbare und stimmungsvolle Atmosphäre. Jeder schöne und erlebnisreiche Garten oder Park benötigt Bäume. Sie sind als Raumbildner auch in kleinen Anlagen unverzichtbar, denn das Kennzeichen einer gelungenen Pflanzung ist das reizvolle Wechselspiel zwischen Stauden, Sträuchern, Rasen und Bäumen. Mit guter Planung und sorgfältiger Sortenwahl lässt sich selbst in dem kleinsten Garten zumindest
ein Baum pflanzen.
Für den Privatgärten sind in der Regel lediglich Kleinbäume geeignet. Eine exakte Definition des Begriffs ,,Kleinbaum” existiert nicht. In der Regel zählen dazu alle Arten und Sorten, die nur als 10 m Höhe erreichen, zum Beispiel die Blumen-Esche (Fraxinus ornus) oder Schmuck-Eberesche (Sorbus decora). Der Übergang vom Kleinstbaum zum Großstrauch ist nicht exakt zu definieren. Eine Reihe von Sorten wächst in der Jugend strauchförmig und entwickelt sich erst im Alter zu kleinen, dann mehrstämmigen Bäumen. Zu dieser Gruppe gehören der Schlangenhaut-Ahorn (Acer capillipes) oder der Blasenbaum.
Die Wahl der Baumarten
hängt nicht nur von den Standortbedingungen ab, sondern auch von der Stammhöhe (meist zwischen 1,8 und 2m) Diese kann, im Gegensatz zu,,normalen” Bäumen, nicht nachträglich durch Aufasten vergrößert werden. Bisher beschränkt sich die Verwendung von Kleinbäumen leider auf wenige Arten und Sorten. Am häufigsten anzutreffen sind der
- Kugel-Ahorn (Acer platanoides’ Globosum’),
- die Kugel-Robinie (Rob inia p s eudo ac acia’Umbraculifera’ ),
- der Rotdorn (Crataegus laevigatn ‘Paul’s Scarlet’) und
- die Blutpflaume (Prunus cerasifera ‘Nigra’).
In den Katalogen der großen Baumschulen hingegen finden sich über 100 Arten und Sorten von Kleinbäumen. Dementsprechen groß ist die Auswahl an Wuchsformen: aufrecht oder breit ausladend, säulenförmig oder überhängend.
Arten mit lockeren und lichtdurchlässigen Kronen stehen neben solchen mit dicht geschlossenen Kronen. Neben ausgesprochen
dekorativen Arten und Sorten, die uns durch Blüten, Fruchtschmuck und Herbstfärbung erfreuen, gibt es auch solche, die ,,nur” grün sind.
Das Pflanzen eines Baumes ist eine weit in die Zukunft gerichtete Handlung, die vorausschauendes Planen verlangt. Deshalb erfordert sowohl die Auswahl der geeigneten Baumart oder Baumsorte als auch des passenden Standorts größte Sorgfalt, will man in späteren Jahren Arger vermeiden. Bäume sind die größten und am längsten lebenden Pflanzen. Im Gegensatz zu Stauden oder kleineren Sträuchern sind sie ab einer gewissen Standzeit nicht mehr verpflanzbar. Somit ist der erste und wichtigste Schritt die sorgfältige Analyse des vorgesehenen Standorts in Bezug auf die Boden- und Licht- verhältnisse sowie den zur Verfügung stehenden Kronenraum.












