Mischkultur – einer hilft dem anderen.
Genau genommen gibt es die Mischkultur und die Zwischenkultur. In der Mischkultur werden die Pflanzen innerhalb der Reihe gemischt, in der Zwischenkultur werden die Pflanzenreihen nebeneinander angebaut. Ich nehme es aber nicht so genau, wenn ich Platz zwischen zwei Erdbeeren habe, kommt eine Knoblauchzehe dazwischen, und wenn kein Platz da ist, dann kommt der Knoblauch eben in die Reihe daneben, und wenn ich noch Platz habe pflanze ich ein Paar Kopfsalate dazu. Später, wenn ich schon alle meine Salate geerntet habe, kann ich an der Stelle eine Reihe Radieschen ausähen, und im Herbst z. B.noch Pflücksalat oder Gründüngung.
Je bunter die Mannigfaltigkeit , desto größer ist die Wirkung: Verschiedene Gewächse bewahren einander vor Schädlingen und Krankheiten und fördern sich gegenseitig im Gedeihen Außerdem finden Schädlinge in einer Mischkultur nicht so schnell zu ihrerm bevorzugten Futterwirt.
Durch eine Mischkultur von diversifizierter Kulturpflanzen und Wildpflanzen werden die nützlichen Helfer direkt ins Pflanzenbeet gelockt. Alleine durch eine Mischkultur zum Beispiel von Kornblumen und Ringelblumen zu Salat oder Kohlpflanzen lässt sich der Befall an Blattläusen auf die Hälfte zu reduzieren (Universität für Bodenkultur, 2000). Eine Mischkultur ist jedoch nicht nur im häuslichen Gemüsegarten sinnvoll – jede Art von Monokultur (etwa eine Hecke aus nur einer Strauchart) begünstigt jeweilige Krankheiten und Schädlinge.
MISCHKULTUR GESUNDHEIT ÜBERALL
In einem Garten mit einer bunten Mischkultur treten größere Nährstoffmangelerscheinungen erst gar nicht auf – und kleinere Mängel werden toleriert. Die vielfältige Mischung macht’s! Dadurch finden die Läuse ihre Ziele nicht so rasch und nicht so oft, dafür sind Nützlinge schnell zur Stelle.

