Gartenboden verbessern und auflockern

Der Gartenboden

By at März 30, 2010 | 14:44 | 0 Comment

Der Gartenboden

Den Gartenboden verbessern – ja aber wie?

Frischgebackene Garten-Besitzer werden natürlich auch Grundeigentümer. Und dieser Grund macht grundsätzlich Probleme, denn die Baufirmen planieren das Gelände mit schweren Maschinen  und streuen anschließend, damit es optisch schön aussieht, 10 oder – wenn’s hochkommt – 20 cm Humus  auf die zusammengepresste Erde.Dass in solch einem Untergrund nicht alles gut wachsen kann , versteht sich von selber. Bevor Sie also mit dem Pflanzen von Gehölzen und Stauden und dem Saeen von Rasens oder der Rabatten anfangen, sollten Sie Ihren Grund und Boden genau prüfen.Auch wenn Sie kein Gärtner oder Bau  Techniker sind, können Sie durch Tiefen Grabungen an verschiedenen Stellen des Gartens feststellen:

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  • gartenboden auflockernIst der Boden durch Bagger und Planierraupen “verdichtet” also gepresst?
  • Ist der Boden eher sandhaltig?
  • Ist der Boden eher “lehmig” , was sich am Aushub mit dem Spaten leicht erkennen  lässt anhand der gelben Farbe und des festen Klumpens?

Selbst wenn der Bauherr normalerweise sehr  guten Ackerboden vorfindet, heißt das nicht, dass er das Gelände nicht mehrfach tief vertikutieren lassen sollte. Dabei wird zwar der vom Bauunternehmer angelieferte und wegen der Optik schön verteilte Mutterboden untergepflügt, aber das sollte Sie nicht kümmern. Das Fräsen lockert den Boden auf – damit Gehölze und Pflanzen gut gedeihen können . Der Nebeneffekt des tiefen Durchfräsens: Es kommen ganz eigenartige  Dinge heraus , die bei den Bauarbeiten in das Gelände geworfen worden sind: Mauersteine,

  • halbe Waschbecken
  • Eisen und Draht,
  • Reste von Holzbalken
  • Dämmstoffe,
  • Lackdosen,
  • Farbeimer
  • und vieles mehr.

Sie werden staunen!Ist dieser Müll beseitigt, müssen sandige und sehr  bindige Böden dringend aufgebessert werden – sonst läuft das Wasser durch den Sand, wie durch einen Gitterrost. Und bei bindigen Böden bildet sich stauende Nässe und nichts will so recht wachsen

Universalmittel Torf – richtig oder falsch?

Torf wird von vielen Hobbygärtnern als das Allerweltswundermittel gesehen. Das ist keineswegs der Fall. Zur Aufbesserung von Freilandböden sind die Eigenschaften von Torf wie

  • niedriger pH-Wert,
  • geringer Nährstoffgehalt und
  • geringfügiger Besatz mit Bodenlebewesen

sogar eher abträglich. Zudem ist die verbessernde Wirkung auf die Bodenstruktur aufgrund seiner bodenphysikalischen Eigenschaften nur von sehr  kurzer Dauer. Die Verwendung von Torf zur Bodenaufbesserung im Garten ist nach dem heutigen Kenntnisstand nicht nesonders empfehlenswert. Hinzu kommt ein ökologischer Aspekt. Torf wächst nur sehr langsam nach und der Verbrauch ist weitaus höher als sein Wachstum. Es ist daher abzusehen, wann der Torfvorrat zur Neige geht. Wer seinen Boden verbessern will, sollte statt auf Torf daher besser auf Kompost, Gründünger oder Rindenmulch wählen.

Alles Gute für den Boden

Egal ob

  • bindiger Boden,
  • sandiger Boden oder
  • optimaler guter Ackerboden (in der Fachsprache auch “mittlerer Boden” genannt)

mit Kompost, Gründünger oder Rindenmulch kann jedem Boden etwas Wahres getan werden. Wobei einem Sandboden oder Tonboden  bzw. Lehmboden mehr Aufmerksamkeit zugute kommen  muss. Doch dazu später mehr.Gartenkompost besteht in der Regel aus verrotteten pflanzlichen Abfallprodukten. . Gartenkompost ist wesentlich nährstoffreicher als Torf, besitzt einen erheblich höheren pH-Wert und bewirkt eine anhaltende Strukturverbesserung des Untergrundes Darüber hinaus ist er Lebensraum für viele biologisch wertvolle Kleinstlebewesen , die eine hohe biologische Aktivität und einelangsam fortschreitende Freisetzung von Nährstoffen begünstigen. Im Gartenkompost sind bei sachgerechter Kompost Bildung alle für das pflanzliche Wachstum notwendigen Hauptnährstoffe sowie  Spurennährstoffe vielleicht ausgenommen Stickstoff in ausreichender Menge vorhanden.

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