Gemüsesaatgut
Bei älterem Saatgut sollte man einen Keimtest durchfuhren, bevor man es wieder verwendet. Dazu wird eine möglichst große Zahl Samen (mindestens 10) auf feuchtem Küchenpapier ausgelegt und über mehrere Tage feucht und warm gehalten. Man kann das Papier dann zusammenrollen und in Plastik einpacken, das jedoch nicht luftdicht sein darf. Die ideale Temperatur liegt für die meisten Gärtnersämereien zwischen 20 uncl 25″ C Bei manchen Gemüsearten kann es eine Verbesserung der Keimung bringen, wenn man die angefeuchteten Samen zunächst ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt. Normal reicht es jedoch völlig aus, die Testsamen in einem Wohnraum aufzustellen, der nachts dunkel und kühl, tagüber ledoch hell und warm ist – damit bringt man die meisten Samen zur Keimung. Bereits am ersten Tag nach der Befeuchtung kann man beobachten, wie die Samen sich mit Wasser vollsaugen und dann aufplatzen – die ersten Keimwurzeln werden sichtbar, Zur Beurteilung der Keimfähigkeit werden die Keimlinge nach 3-4 Tagen gezählt. Bei Doldengewächsen (Karotten, Petersilie, Sellerie, …) und Zwiebelgewächsen (Porree, Schnittlauch, Zwiebeln) dauert es etwa eine Woche, bis ein zählbares Ergebnis vorliegt.
Wenn 70%o oder mehr Samen gekeimt sind, ist das Saatgut in Ordnung. Bei geringeren Prozentsätzen muss beim Anbau ent-sprechend dichter ausgesät werden. Bei einem Aufgang unter 50% ist zu überlegen, ob nicht besser auf neueres Saatgut zurückgegriffen werden sollte.