Heilkräutern - SAMMELN, TROCKNEN UND ZUBEREITEN VON HEILPFLANZEN
Sammeln und Trocknen
Sammeln Sie Kräuter niemals bei nasser Witterung oder nach Regenfall. Die günstigste Zeit ist der späte re Vormittag, wenn die Pflanzen vom Morgentau schon trocken sind. Es sollten nur saubere Pflanzenteile gesammelt werden, Staub und Schmutz machen sie unverwertbar, da sie – mit Ausnahme der tiefen Wurzeln – nicht gewaschen werden dürfen. Die Blätter sollten jung, doch voll entwickelt gepflückt werden, die Blüten, wenn sie erblüht, aber noch jung und ganz frisch sind. Zum Trocknen auf ein Papierblatt legen. Ganze Kräuter sammelt man zum Anfang der Blütezeit. Samen werden reif geerntet, indem man über die Pflanze ein Papiersack legt, ihn zuhält und vorsichtig daran klopft. Die Samen fallen so leichter direkt in die Tüte. Wurzeln werden im Frühling oder Herbst geerntet, da zu diesem Zeitpunkt ihr Wirkstoffgehalt am intensivsten ist. Gut mit einer Bürste waschen, in ganz kleine Würfel schneiden und zum Trocknen auf ein Papierblatt legen, ab und zu wenden. Kräuter werden am besten ganz kühl in Blecheimer gelagert, da diese Sichtschutz bieten und schließen, aber trotzdem eine gewisse Luftumlauf zulassen. Der Vorrat sollte ein Jahr nicht überschreiten, da sonst der Wirkstoffgehalt sehr stark abnimmt.
Zubereitung.
Für die Zubereitung der verschiedenen Tees gibt es ganz einfache Faustregeln, die nur selten von Ausnahmen durchbrochen werden:
- Getrocknete Blüten und Blätter, Kraut – 1 Esslöffel mit 1/4 Liter siedendem Wasser übergießen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
- Samen (wie z. B. Anis) werden vor der Verwendung kurz angestoßen, damit die enthaltenen Wirkstoffe leichter in den Tee übergehen können. Hier reicht es, 1 Kaffeelöffel
- mit 1/4 Liter siedendem Wasser zu übergießen und 5 Minuten ziehen zu lassen.
- Wurzeln und Rinden sollten unbedingt kalt angesetzt und anschließend mit dem Wasser aufgekocht werden (1 Esslöffel mit 1/4 Liter Wasser). Ihre Zellwände sind so dicht , dass sonst der Wirkstoff nur unzureichend hervortreten könnte. Die große Ausnahme bildet die ibischwurzel. Sie enthält Schleimstoffe, die beim Kochen gemindert werden. Daher zwar kalt ansetzen, aber nach einer Stunde nur auf warme Trinktemperatur






