Heilkräuter – eine Übersicht
Heilkräuter sind Pflanzen, die aufgrund ihrer Wirkstoffe zum Einsatz kommen, um Krankheiten zu heilen oder zu lindern. Je nach ihrer Verarbeitung können Sie sie wie andere Arzneimittel in Tablettenform, als Saft oder Tropfen einnehmen. Auch als Tee, als Badezusatz oder in kosmetischen Produkten finden sie ihre Anwendung.
Kräuter haben für mich nicht nur chemische Wirkstoffe. Sie sind eigene Persönlichkeiten mit ganz individuellem Charakter.
Um in näheren Kontakt zu Heilpflanzen und anderen Naturheilmethoden zu treten
Natürliche Inhaltsstoffe in der Medizin
Viele Medikamente basieren auf den Inhaltsstoffen, die aus dem Pflanzenreich stammen. Einige Pflanzen besitzen hochwirksame Gifte, die in verdünnter oder veredelter Form bei Herzbeschwerden oder als Schmerzmittel eingesetzt werden. Den Wirkstoff Acetylsalicylsäure (Aspirin) findet man ursprünglich in der Pflanze Echtes Mädelsüß, bzw. der Weidenbaumrinde.
Hier werden einzelne Kräuter genauer beleuchtet. Teilweise gibt es spezielle Rezepte und Fotoserien zu den einzelnen Kräutern.
Giftige Pflanzen werden auf der jeweiligen Beschreibungsseite extra als solche gekennzeichnet.
Heilpflanzen sind vielseitig verwendbar
Jeder Teil einer Pflanze kann in der Heilkunde zum Einsatz kommen. Während es bei der Kamille die Blüten sind, werden beim Salbei die Blätter, beim Fenchel die Früchte, beim Ginseng die Wurzel, bei der Brennessel das Kraut und bei der Muskatnuss auch der Samen verwendet.
Berühmte Beispiele für die Anwendung von Heilkräutern
Eines der bekanntesten Heilkräuter ist die Kamille, ein einheimisches Heilmittel. Ihre Blüten wirken entzündungshemmend und krampflösend, wundheilend und antibakteriell. Eine Tasse Kamillenblütentee kann schlaffördernd oder wohltuend auf Magen und Darm wirken. Bei Erkältungen wiederum helfen Inhalationen mit Kamille. Nebenwirkungen oder gar allergische Reaktionen sind sehr selten. Auch der Fenchel ist für seine wohltuende Wirkung bekannt. Er wird besonders bei Verdauungsproblemen oder Blähungen angewendet. Fenchel ist oft das erste Arzneimittel, mit dem der Mensch in Berührung kommt, denn er wird oft schon Säuglingen verabreicht, wenn sie unter Bauchschmerzen leiden.
Geschichte der Heilkräuter
Das Verwenden von Heilkräutern bei bestimmten Leiden ist so alt wie die der Menschheit. Die rund 5000 Jahre alte Gletschermumie, die unter dem Namen Ötzi zu Weltruhm gelangt ist, hatte Birkenporlinge in seinem Gepäck die für ihre antibiotische Wirkung bekannt sind. Auch die alten Hochkulturen kannten die Wirkung von bestimmten Pflanzen und setzten sie im therapeutischen Bereich ein, wie altägyptische, indische, chinesische und babylonische Texte
Heilkräuter sind seit Jahrtausenden eine wirksame und sanfte Heilmethode.
Schon die Griechen und Römer kannten die Heilwirkungen bestimmter Pflanzen und setzten diese gezielt ein. Im Mittelalter studierten Gelehrte in Klöstern die Wirkungsweisen von Heilpflanzen.
Mit Anfang des letzten Jahrhunderts wurde das erworbene Wissen aber immer weniger geschätzt und eingesetzt.

