Lorbeer
Zu verwenden als Gewürz für
- Soßen,
- Suppen,
- Fisch und
- Fleisch
andere Namen
- Echter Lorbeer,
- Gewürzlorbeer,
- Lorbeerblatt
Geschichte
Wahrscheinlich kommt der Lorbeerbaum ursprünglich aus Vorderasien und wurde bereits im Altertum kultiviert. Lorbeerpflanze stand bei den Griechen und Römern für Erfolg, Weisheit und Ruhm. Die Griechen zeichneten Olympioniken, die Römer sieghafte Feldherren mit Lorbeerkränzen aus. Laut Apicius wurde aber auch mit Lorbeer gekocht. Heute wächst Lorbeer im Mittelmeerraum, der Hauptanteil kommt aus der Kleinasien.
Botanik
Lorbeer gehört zu den Lorbeergewächsen und ist mit dem Zimt verwandt. Der immergrüne Baum wird bis zu 15 Meter hoch. Er wird aber in den Kulturen meistens niedriger gehalten. Seine vielen Blätter sind bis zu 10 cm lang und 5 cm breit, lederartig, grün-bräunlich und an den Rändern leicht gewellt. Diese Blätter werden frisch und getrocknet als Gewürz abgewendet . Aus den Früchten wird Lorbeeröl gepresst.
Lorbeer Geschmack und Verwendung in der Kueche
Lorbeerblätter sind ein bekanntes und viel verwendetes Gewürz mit warmem, herbem Duft und aromatisch – bitterem Geschmack. Sie würzen Fleisch – und Fischgerichte, Eintöpfe und Soßen ebenso wie Essige, Öle und Gegrilltes.
Kartoffelgulasch lässt sich damit verfeinern wie auch Käse und auch zu eingelegten Oliven passt Lorbeer hervorragend. Lorbeerblätter sind Bestandteil des “Bouquet garni”
Besonders raffiniert ist es, die trockenen Blätter beim Grillen mit auf die Glut zu legen. Der entstehende, würzige Rauch gibt dem Grillgut eine ganz besondere Note.
Wirkung Lorbeer
Lorbeer enthält sowohl in den Blättern als auch in den Früchten ein ätherisches Öl, welches die Absonderung von Magensaft anregt und daher sehr appetitanregend wirkt. Besonders in der ursprünglichen Volksmedizin wird Lorbeer als verdauungsförderndes Mittel geschätzt wobei hier wohl das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden wird, da die Lorbeerblätter, den zubereiteten Speisen zugesetzt sowohl deren Geschmack, als auch deren Bekömmlichkeit verbessern. Das ätherische Öl hat weiterhin eine hautreizende und leicht betäubende Wirkung, die traditionell in Salben gegen rheumatische Beschwerden, Verstauchungen und arge Prellungen genutzt wurde.
Heute finden Salben, die Lorbeeröl enthalten noch in der Tiermedizin unter anderem zur Euterpflege und zum Schutz gegen Mücken Verwendung.
Loorbeer Pflanzen und Anbau
Seit der Antike ist der Lorbeer eine bewährte und viel angebaute Heilpflanze. Neben der Verwendung als Arzneimittel und Gewürz hatte er auch kultische Funktion Die Blätter waren dem Gott Apoll geweiht. Die aus Lorbeerblättern gebundenen Kränze wurden als Anerkennung für große Leistungen etwa bei den olympischen Spielen, an siegreiche Feldherren oder aber an hervorragende Dichter verliehen. Aber auch nördlich der Alpen fand der Lorbeer, obwohl nur als Kübelpflanze zu ziehen, überreichlich Anklang. In den Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts wurde der Lorbeer als schweißtreibendes und harntreibendes und menstruationsförderndes Hausmittel beschrieben sowie gegen Bienenstiche,Hautunreinheiten, Läuse und Würmer, Gift, ja sogar gegen die fürchterliche Pest empfohlen. Unter anderem wurde der Rat gegeben, in Pestzeiten Häuser und Krankenzimmer mit Lorbeer auszuräuchern.
Lorbeer Schaedlinge und Krankheiten
Blattlaus Schildlaus Mehltau Engerlinge Raupen
Lorbeer Hausmittel

