Birnengitterrost – Schadbild am Birnbaum
Im Frühjahr entstehen auf den Blättern der Birne wenige bis zu viele , orange Flecken, die in ihrem Zentrum bald dunkle, glibbrige Pusteln ausbilden, welche Insekten anlocken. Später gedeihen daraus auf der Blattunterseite braune, kronenförmige Gebilde, aus deren „Zacken“ sich gelbliche Sporen schieben.
Aus spindelartigen Verdickungen an den Ästen verschiedener Wacholderarten quillt im Frühjahr bei Regen eine schleimige, braune Masse.
Birnengitterrost Biologie/Befall
Der Rostpilz überwintert auf div. Wacholderarten und verursacht dort Verdickungen an den Ästen.
Ab April/Mai werden bei Regen große Mengen Sporen in einem Schleim abgesondert, die durch Insekten auf die Birnenblätter gelangen. Nach der Infektion entstehen dort orangerote Flecken, aus denen sogenannte Pyknosporen wachsen. Diese werden durch Insekten von einem Fleck zum anderen getragen (befruchtungsähnlicher Vorgang).
Dann erst entstehen auf der Blattunterseite die Sporen, die den Wacholder infizieren. Die Infektion der Birnbäume
im Frühjahr kann auch direkt durch am Baum überwinternde Sporen erfolgen.
Birnengitterrost Befallsermittlung
Während die Infektionen der Birnblätter sehr auffällig sind, entdeckt man die Verdickungen am Wacholder nur schwer. Es gibt keine Schadensschwelle, sondern bestenfalls eine Toleranzgrenze: 25 %iger Befall der Blätter.
Birnengitterrost Bekämpfung:
Die beiden Wirtspflanzenarten nicht zusammenpflanzen. Frühzeitig befallene Blätter abzupfen. Kegelförmige Fruchtkörper auf befallenen Wacholdderästen entfernen. Fungizidspritzung um den 10. Juni.

