Heimische Sträucher

Heimische Sträucher für den Garten

By at September 12, 2010 | 01:03 | 0 Comment

Heimische Sträucher für den Garten

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heimische sträucher

heimische sträucher

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heimische sträucher

Heimische Sträucher für den Garten

Gehölze sind die wesentlichen Elemente in einem Garten; sie bilden den Rahmen und grenzen den Garten nach außenhin ab, sie können ihn aber auch nach innen, in Form von Gruppenpflanzungen oder Einzelelementen strukturieren. Es war wahr der Drang des Menschen nach Exklusivität, der Wunsch nach besonderen, extavaganten Wuchsformen, Blüten oder Früchten, mit der die zunehmende verbreitung exotischer (= nicht mitteleuropäischer), GehöIze,und verschiedenster Zuchtformen begann. Inzwischen werden sie in einer unüberschaubaren Füile im Handel angeboten und fast selbstverständlich  scheint ihre Verwendung. Die heimischen Sträucher hingegen sind in vergessenheit geraten.

Dabei würden sie sich so wunderbar zur  Grünraumgestaltung eignen.

Gehölze mit ,,Heimvorteil: vital, attraktiv UND nützlich

Heimische sträucher werden oft als Wildsträucher, bezeichnet, was sehr missverständlich gedeutet werden kann, denn ‘wild’ bezieht sich nicht auf ihr Aussehen, sondern darauf, dass die pflanzen von Natur aus, also ,wild, bei uns vorkommen und nicht gezüchtet oder züchterisch verändert wurden.  Es sind sozusagen die Nachkommen heimischer Sträucher, die sich in der Natur bei uns über Jahrtausende behauptet haben und perfekt an unsere Standortbedingungen angepasst sind.

Die Palette der heimischen Sträucher ist vielgestaltig: vom immergrünen Nadelgehölz bis zum blutenreichen Laubgehölz, selbst Rosen finden sich darunter. Für den Garten eignen sich nahezu alle; es gibt sie in verschiedenen Größen, fur alle Standorte und fur fast jede Gartenidee. Aufgrund ihrer Anpassung an Klima und Boden überzeugen die Pflanzen mit überragender vitalität,  Robustheit und Blühfreudigkeit.

Zudem bieten sie uns das ganze Jahr über ein ganz besonderes Naturerlebnis: mit ihren Blüten, die von unzähligen Insekten besucht werden, dem farbenprächtigen Fruchtschmuck (zb . wildrosen, pfaffenhütchen, Schlehdorn, Wolliger Schneeball etc.) oder der zum Teil wunderschönen Laubfärbung im Herbst. von Jänner bis Dezember ist für attraktive und dekorative Abwechslung gesorgt. Darüber hinaus können manche Blüten und Früchte gut verwertet werden, wie z.B. die Früchte von Schlehdorn, Sanddorn oder der Heckenrose. und noch einen vorteil haben sie; Sie stecken voller Lebenl

Eine heimische Gartenhecke – Lebensraum und Nahrungsquelle für Tiere

Jeder heimische strauch bietet die Basis eines vielfach verwobenen Nahrungsnetzes. so leben z.B. auf Weißdorn, Schlehdorn, den wildrosen uncl der Haselnuss weit über 100 verschiedene Insektenarten, auf der Salweide sogar über 200 ! Für uns Menschen sind die meisten dieser Insekten keine wirklichen sympathieträger aber sie sind außerordentlich wichtig – als Lebensgrundlage für unzählige andere  Tiere und nicht zuletzt als Lebensgrundlage  für unsere Vögel’ Sie benötigen als Grundlage  eiweißreiche Kost. Die erfolgreiche Aufzucht der Jungen also ganz wesentlich darvon ab, ob Insekten, Raupen, Käfer Spinnentiere etc. in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.  Eine Kohlmeise z.B. muss rund 600-mal am Tag ihre Jungen füttern. Ist das Insektenangebot nicht ausreichend, droht den kleinen Vögeln der Hungertod. Im Winter hingegen sind v’iele Vögel und andere Tiere auf Beeren und Samen angewiesen. Auch hier haben die heimischen Gehölze wieder einen unschlagbaren Vorteil.  Die farbenprächtigen Beeren verwöhnen nicht nur unser Auge, sie bieten Nahrung sowohl für die Gartenvögel,als auch für so dmanchen durchziehelen Singvogel auf seiner Wanderung. Auf exotischen Gehölzen ocler ziersträuchern findet unsere Tierwelt weder im Sommer noch im winter ausreichend Nahrung: im Sommer mangelt es an Insekten, weil diese (bis auf einige wenige Spezialisten) aufgrund der fehlenden

Anpassung die Pflanzen nicht nutzen können und im winter gibt es kaum verwertbare Früchte: entweder sind die Gehölze gänzlich unfruchtbar gezüchtet (alle Sorten mit gefüllten Blüten, wie z.B. Zierkirsche, Gefüllter Schneeball etc.) oder sie sind wertlos, weil ihre Fruchte in unserem Klima nicht ausreifen (Rhododendron, Perückenstrauch, Scheinhasel) oder sie sind nicht nutzbar, weil die Beeren nicht europäischer Sträucher häufig größer sind als die der Einheimischen und damit für unsere Vögel nicht mehr ohne
Weiteres zu verschlucken sind. Denn auch Beerengröße und Schlundweite heimischer Vogelarten sind bestens aufeinander abgestimmt2 (vgl. Christiane Böhm in Grünes Tirol 1997: 5:1.27-1.22).

Bereichern Sie lhren Garten

Unsere heimische Tierwelt und Pflanzenwelt ist in einem erschreckenden Ausmaß auf dem Rückzug. Gärten haben ein enormes Potenzial, die Nahrungs- und Wohnungsnot vieler Tiere in unserer sonst so intensiv genutzten Landschaft zu lindern. Es geht nicht darum, alle exotischen Gehölze oder ‘liebgewonnenen Ziergehölze, wie z.B. den Flieder, aus unseren Gärten zu’verbannen’. Schon allein einzelne heimische Gehölze können die Vielfalt an Leben im Garten steigern.

Heimische Sträucher , Sträucher

Gehölze

By at April 7, 2010 | 13:45 | 0 Comment

Gehölze

Gehölze - Nicht nur das Holz nutzte der Mensch seit jeher, nein, Gehölze waren und sind Speis und Trank für Tier und Mensch, Medizin, Färbemittel oder auch Brennstoff. Sonder Zahl sind die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten  und viel Wissen über Wirkung und Einsatz ist bis heute leider schon verloren gegangen.
Wer weiß etwa heute noch, dass man aus den Früchten  des Roten Hartriegels ein Öl gewinnen kann, das man für Lampen verwendet hat und dass sein Holz die zähesten Hacken und Schaufelstiele abgibt. Vergessen sind auch die vielen Verwertungsmöglichkeiten als Nahrungsmittel  und Futtermittel.
Die Fruchtnutzung (jensseits vom Obst) ist noch am bekanntesten:

  • Früchte der Mehlbeere,
  • des Weißdorns, und auch
  • Eicheln und
  • Bucheckern

wurden dem Mehl beigemengt.

Die Beeren von

  • Felsenbirne,
  • Berberitze,
  • Schlehe,
  • Rosen,
  • Dirndln,
  • Elsbeere,
  • Blauer Heckenkirsche

u. a. m. sind roh genießbar und lassen sich zu Marmeladen, Saft und alkoholischen Getränken verarbeiten. Auch aus Eicheln wurde eine Art Bier gebraut und die Speierlingfrüchte wurden dem Most zugesetzt. Aber nicht nur die Früchte können genutzt werden: Wie noch heute in Kanada aus dem Zuckerahorn, so wurde in unseren Breiten der Saft des Bergahorns zur Gewinnung von Zucker, Sirup und Essig verwendet. Auch aus dem Saft der Blumenesche wird ein Sirup gewonnen, der als Manna bezeichnet wird und als Zuckerersatz für
Diabetiker Anwendung findet.

Ebenso kann das Laub der Ernährung dienen: Junge Linden- und Ahornblätter kann man als schmackhafte  Salate zubereiten und sogar zu „Sauerkraut“ verarbeiten. In manchen Gegenden Österreichs und der Schweiz kann man noch sogenannte Schneitelbäume finden: Das Laub von Esche und Hainbuche und anderer Bäume wurde durch Abhacken von den Ästen gewonnen, getrocknet und dann als Winterfutter für das liebe Vieh verwendet.

Heimische Sträucher