- Beete und Rabatten, Steingarten;
- sonnig; Höhe 30-50 cm;
- Blütezeit: Sep-Okt

Mit mehreren hundert verschiedenen Arten überwiegend sukkulenter Pflanzen präsentiert sich die auf der gesamten Nordhalbkugel, aber auch in Mexiko und Afrika beheimatete Gattung Sedum recht vielschichtig: Und zwar mit ein- und zweijährigen Vertretern, genauso wie sommer- und wintergrünen Stauden, Halbsträuchern und Sträuchern.
In unserem Sortiment befinden sich ausschließlich mehrjährige und hierzulande winterharte Arten und Sorten. Die niedrigen Vertreter (Polsterfetthennen) spielen ihre Stärken vor allem in Stein- und Kiesgärten, als Bodendecker oder auf Gründächern aus, während die hohen Fetthennen sich gerne auch ins Staudenbeet gesellen. Die meisten eignen sich bestens zur Trog-/Kübelhaltung, sind außerdem wertvolle Insektennährpflanzen und Schmetterlingsmagneten und haben einen hohen Winterzierwert.
Bereits unsere Vorfahren faszinierte die Vitalität dieser Gewächse. Sie versuchten deren Unverwüstlichkeit auf das eigene Hab und Gut zu lenken und setzten Sedum zur Abwehr von Blitzen und Unheil auf Dächer und Mauerkronen. Dort waren sie auch gleich zur Hand, wenn es Schmerzen von Brand- und Quetschwunden zu stillen galt. Nur den Scharfen Mauerpfeffer (Sedum acre) durfte man nicht versehentlich pflücken. Denn der ist – wie der Name sagt – scharf, beißend und hätte die Wunde verätzt. Die Felsen-Fetthenne (Sedum reflexum, syn. Sedum rupestre) zog als erste vom Dach in den Garten um. Ab dem 17. Jahrhundert hat sie im Gewürzgarten ihr Domizil, denn ihre Blättchen und Triebe sind essbar. Ihr säuerlicher Geschmack passt gut in Salate, Suppen, Fleisch- und Fischgerichte. Zur neuen Bedeutung gab es auch einen neuen Namen „Tripmadam“. Woher er sich ableitet? Vielleicht von „Tripes de Madame“ = Kutteln nach Hausfrauenart?

