iPhone 12 strahlt zu stark – in der Schweiz keine Kontrollen

iPhone 12 strahlt zu stark – in der Schweiz keine Kontrollen

Das iPhone 12, das vor etwa drei Jahren auf den Markt kam, wurde nun von französischen Behörden auf erhöhte Strahlungswerte getestet. Dabei wurde festgestellt, dass das iPhone 12 den maximal zulässigen Wert für Strahlung an Gliedmaßen um etwa 50 Prozent überschreitet.

In der Schweiz sind die Grenzwerte für Strahlung sogar noch niedriger als in Frankreich. Allerdings werden diese Grenzwerte von den Behörden nicht überprüft, weshalb die hohe Strahlung in der Schweiz nicht bemerkt wurde. Die Grünen-Nationalrätin Marionna Schlatter fordert nun Kontrollen durch den Bund.

Apple wurde mit einem Verkaufsstopp des iPhone 12 gedroht, woraufhin das Unternehmen ein Software-Update angekündigt hat, um das Problem zu beheben.

In der Schweiz haben die Behörden bisher nicht reagiert, obwohl die Hersteller grundsätzlich verpflichtet sind, die Strahlengrenzwerte einzuhalten. Es wurde nicht kontrolliert, obwohl die Technologie für das iPhone 12 aus der Schweiz stammt.

Marionna Schlatter fordert schon lange, dass auch die Schweiz die Handys selbst überprüft. Eine entsprechende Anfrage im Parlament wurde bereits 2019 vom Bundesrat beantwortet, der erklärte, dass die Hersteller für die Einhaltung der Richtlinien und die Sicherheit der Produkte verantwortlich sind.

FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen hingegen lehnt neue Regelungen ab und argumentiert, dass alle Handys dasselbe seien, die Behörden jedoch aktiv werden können, wenn in einem Land eine Grenzwertüberschreitung festgestellt wird.

Obwohl nicht bewiesen ist, dass die Strahlung von Handys schädlich oder krebserregend ist, betont Marionna Schlatter, dass die Richtwerte zum Schutz der Gesundheit sinnvoll sind und überprüft werden müssen.

Für Besitzer eines iPhone 12 besteht keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung aufgrund der erhöhten Strahlung. Marionna Schlatter fordert jedoch vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom), dass eine Empfehlung herausgegeben wird, was die Benutzer tun sollen.

Es bleibt abzuwarten, wie die Behörden in der Schweiz auf diese Situation reagieren werden.

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