Neue Erkenntnisse über die kulturelle Vielfalt in der Steinzeit

Neue Erkenntnisse über die kulturelle Vielfalt in der Steinzeit

Eine neue Studie, veröffentlicht im Fachjournal „Nature Human Behaviour“, enthüllt spannende Einblicke in die kulturelle Vielfalt Europas vor 34.000 bis 24.000 Jahren. Die Forscher haben 134 Schmuckstücke aus dieser Zeit analysiert und festgestellt, dass sie nicht nur als Ketten oder Armbänder, sondern als Erkennungsmerkmal an der Kleidung befestigt wurden.

Die artefakte wurden an 112 Fundorten ausgegraben, an denen auch 17 Gräber mit den Überresten von 32 Individuen entdeckt wurden. Einer dieser Fundorte ist der Wachtberg in Krems, wo eine einzigartige Doppelbestattung von zwei Säuglingen unter einem Mammut-Schulterblatt gefunden wurde. Diese spektakuläre Entdeckung zeigt, dass die Region, die heute als Wachau bekannt ist, bereits vor Tausenden von Jahren kulturell und historisch bedeutsam war.

Die Schmuckstücke, die bei den Ausgrabungen gefunden wurden, bieten wertvolle Einblicke in die kulturelle Zugehörigkeit. Die Funde legen nahe, dass es während dieser Zeit neun verschiedene Kulturkreise gegeben haben könnte. Diese Kulturkreise wurden nicht nur durch geografische Nähe, sondern auch durch kulturelle Verbindungen definiert. Interessanterweise weisen einige Funde Hinweise auf bisher unbekannte Kulturkreise hin, wie zum Beispiel im Osten Europas oder auf der Iberischen Halbinsel.

Die Studie verdeutlicht auch, dass die Schmuckstücke als eine Art Identifikationsmerkmal für die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen dienten. Die Vielfalt der Materialien, aus denen die Schmuckstücke hergestellt wurden – Muschelschalen, Tierknochen, Zähne, Geweihe und Bernstein – zeugt von einer blühenden Kunsthandwerkstradition in der Gravettienzeit.

Insgesamt zeigt diese Studie, dass die europäische Steinzeit eine erstaunliche Vielfalt an kulturell verbundenen Gruppen beherbergte. Die Erkenntnisse aus den Schmuckstücken eröffnen neue Perspektiven auf die kulturellen Bezüge und die soziale Organisation dieser frühen Gemeinschaften. Die Forschung in diesem Bereich ist von großer Bedeutung, da genetische Daten aus dieser Zeit selten sind. Diese Studie legt daher den Grundstein für weitere Analysen und Forschungen zur kulturellen Entwicklung Europas in der Steinzeit.

FAQ:

1. Was enthüllt die Studie über die kulturelle Vielfalt Europas vor 34.000 bis 24.000 Jahren?
Die Studie enthüllt spannende Einblicke in die kulturelle Vielfalt Europas vor 34.000 bis 24.000 Jahren, basierend auf der Analyse von 134 Schmuckstücken aus dieser Zeit.

2. Wie wurden die Schmuckstücke befestigt?
Die Schmuckstücke wurden nicht nur als Ketten oder Armbänder getragen, sondern als Erkennungsmerkmal an der Kleidung befestigt.

3. Wo wurden die Schmuckstücke ausgegraben?
Die Schmuckstücke wurden an 112 Fundorten ausgegraben, an denen auch 17 Gräber mit den Überresten von 32 Individuen entdeckt wurden.

4. Welche besondere Entdeckung wurde gemacht?
Eine besondere Entdeckung wurde am Wachtberg in Krems gemacht, wo eine einzigartige Doppelbestattung von zwei Säuglingen unter einem Mammut-Schulterblatt gefunden wurde. Dies zeigt, dass die Region, die heute als Wachau bekannt ist, bereits vor Tausenden von Jahren kulturell und historisch bedeutsam war.

5. Wie viele verschiedene Kulturkreise könnten es gegeben haben?
Es sind Hinweise darauf, dass es während dieser Zeit neun verschiedene Kulturkreise gegeben haben könnte. Diese wurden nicht nur durch geografische Nähe, sondern auch durch kulturelle Verbindungen definiert.

6. Was dienten die Schmuckstücke?
Die Schmuckstücke dienten als Identifikationsmerkmal für die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen.

7. Aus welchen Materialien wurden die Schmuckstücke hergestellt?
Die Schmuckstücke wurden aus verschiedenen Materialien hergestellt, darunter Muschelschalen, Tierknochen, Zähne, Geweihe und Bernstein.

8. Was zeigt die Studie insgesamt?
Die Studie zeigt, dass die europäische Steinzeit eine erstaunliche Vielfalt an kulturell verbundenen Gruppen beherbergte und eröffnet neue Perspektiven auf die kulturellen Bezüge und die soziale Organisation dieser frühen Gemeinschaften.

9. Warum ist die Forschung in diesem Bereich von großer Bedeutung?
Die Forschung in diesem Bereich ist von großer Bedeutung, da genetische Daten aus dieser Zeit selten sind. Die Studie legt daher den Grundstein für weitere Analysen und Forschungen zur kulturellen Entwicklung Europas in der Steinzeit.

10. Gibt es verwandte Links zu diesem Thema?
Ja, hier ist ein verwandter Link: Nature Human Behaviour

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