Der Buntspecht

Buntspecht – Ein Nützling

By at März 9, 2010 | 16:13 | 0 Comment

Buntspecht – Ein Nützling
Buntspecht - Ein Nützling

Buntspecht - Ein Nützling

Buntspecht - Ein Nützling

Buntspecht - Ein Nützling

Der Specht

Steckbrief:

Familie: Spechte
Lebensraum: Wald, Siedlungsraum
Verbreitung: Nadel-Mischwälder Eurasiens
Größe: 23-25 cm
Gewicht: 70-90 g
Gelegegröße: 4-7 Eier
Brurdauer:77-73 Tage
Alter: 5-10 Jahre

Kennzeichen

Spechte klettern an Raumstämmen, hacken Holz und Rinde auf und stochern nach Beute in schwer erreichbaren
Spalten und Löchern. Der Körperbau der Spechte und damit auch der Buntspechte, ist vollkommen an diese
Lebensweise angepasst: sie haben kurze Beine, aber kräftige Friße, an den Zehen sind lange Krallen, die einen
guten Halt an der Borke ermöglichen. Der Schaft der Schwanzfedern ist versteift und dient beirn Klettern und
besonders beim Hacken als Stlitze. Der Schnabel ist gerade und kräftig und und als Meissel eingesetzt.
Der Buntspecht ist amselgroß mit großen weißen Schulterflecken, die sich gllt vom schwarz gefärbten Rücken
abheben. Unterseits ist er schmutzig-weiß mit intensiv rotgefärbten Unterschwanzdecken. Die Wangen sind weiß und von schwarzen Bartstreifen begrenzt. Männchen und Weibchen sind wie bei den meisten Spechten, gut zu
unterscheiden: das Männchen hat einen roten Genickfleck, der dem Weibchen fehlt. Jungtiere haben einen breiten roten Scheitel. Der Buntspecht ist weit verbreitet und steigt von clen Tieflagen bis zur Baumgrenze hinauf.

Kein Kopfweh beim Hacken

Der Bereich Schnabel bis Hinterkopf ist bei den Spechten besonders stark verknöchert. Diese Strukturen fangen
die Stöße ab und das Gehirn bleibt unbehelligt. Zusatzlich hat der Schädel komrplexe ,,Stoßdämpfer”-Muskeln, die sich entgegen der Schlagrichtung des Schnabels vorspannen lassen und dadurch die Stoßwellen abfedern. Aber nicht nur zum Freilegen der Beute wird der Schnabel eingesetzt, er dient auch als Musikinstrument. Im Frühjahr trommeln sie als Revieranzeige auf gute Resonanzkörper wie Baumstämme, Aste, aber auch blecherne Dachrinnen, die anscheinend besonders schön klingen. Die Anzahl und besonders die Schlagfrequenz, der Rhythmus und die Länge der Trommelwirbel sind arttypisch. Der Buntspecht schlägt 5 Wirbelserien pro Minute.

Höhlenbau auch für andere Vögel

Trotz des kräftigen Schnabels bauen Buntspechte ihre Höhlen eher in schon morsches Holz, allein der Schwarz-
specht vermag in lebendes, hartes HoIz, z.B. in großen Buchen, seine Höhlen zu schlagen. Spechte legen meistens mehrere Höhlen an, clie dann gerne von anderen Höhlenbrütern wie Meisen oder Kleibern, Sperlingskauzen , aber auch Bienen und Hummeln besiedelt werden. Spechte haben damit eine  Schlüsselfunktion für viele Höhlenbrüter.

Der Buntspecht – ein Generalist

Eine Besonderheit ist die Spechtzunge, die extrem lang ist und mit speziellen Muskeln leicht ausgestreckt unci
eingezogen werden kann und zugleich noch die Bewegung der borstigen Zungenspitze kontrolliert. Spezielle Drüsen produzieren klebrigen Speichel, an dem die Beute haften bleibt.
Im Vergleich zu den anderen heimischen Spechten ist der Buntspecht bei seiner Nahrungswahl wenig anspruchsvoll. Neben Holzinsekten frisst er gerne Sämereien, Nüsse Fichtensamen und Früchte. Das ist der Grund, warum er auch regelmäßiger Gast an unseren Futterhäuschen ist und unsere Gärten gut nützen kann. Im Frühjahr kann man ihn auch als gewieften Nesträuber beobachten: Er hackt die Nistkästen der Meisen auf und holt sich die Jungen heraus.Kann er den Nistkasten nicht öffnen, wartet er bis der Altvogel mit Futter einfliegt, fliegt dann an das Einschlupfloch und zieht die sich hochreckenden Jungvögel am Kopf heraus. Nur Nistkästen mit einem vorgezogenen Einflugloch können das verhindern. Im Frühjahr, wenn in den Bäumen der Saft steigt, schlägt er oft die Rinde um den Stamm in Spiralen an, bis er die aus den Saftbahnen austretenden Tropfen ablecken kann. Daher kommt auch der Name ,,Schluckspecht”

Biotop
Alle Waldlandschaften, im Winter auch an Futterplätzen.

Nahrung
Wesentlich vielseitiger als andere Spechtarten. Im Sommer vor allen von Insekten und deren Larven, die sie im Holz finden. Aber auch andere Insekten, Eier und Jungvögel. Es ist schon beobachtet worden, dass Spechte Nisthöhlen aufhämmerten um an die Jungvögel zu kommen. Im Winterhalbjahr werden vor allem Nüsse ( Hasel -und Walnüsse) und ölhaltige Samen der Fischten- und Kiefernzapfen gefressen. Auch Bucheckern.

Der Buntspecht , Nuetzlinge ,