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Tuesday August 16th 2011

Rosen pflegen

 


 


 

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Rosen – RICHTIGE ROSENPFLEGE IM HERBST

Herr Ferschich, Obergärtner von Baden, gibt einen Rückblick auf das „Rosenjahr“,  spricht über vorbeugenden und biologischen Pflanzenschutz und erklärt detailliert ,was im Herbst bei der Rosenpflege genau zu beachten ist, damit die Rosen den Winter gut überstehen und im kommenden  Jahr wieder üppig gedeihen.

Herr Ferschich,wie hat sich denn das Wetter im vergangenen Jahr auf die Rosen ausgewirkt? War es ein gutes oder schlechtes „Rosenjahr“?

Im Frühling und Sommer gab es heuer viel Regen bei hohen  Temperaturen. Dies hat den Pilzbefall gefördert. Echter Mehltau ist besonders häufig im Juni aufgetreten. Im Hochsommer waren viele Rosen von Sternrußtau befallen
und im Spätsommer haben wir ein starkes Auftreten des  Rosenrostes beobachtet.

 

Was kann man denn gegen Rosenkrankheiten tun?

Vorbeugen ist auch hier besser als bekämpfen! Wichtig ist der richtigr Standort , ein guter Boden sowie die Auswahl robuster Sorten bei Neubepflanzungen. Besonders robuste Beetrosen sind etwa die Sorten

  • ‘Gebrüder Grimm’,
  • ‘Home and Garden’,
  • ‘Inspiration’,
  • ‘Zonta-Club-Rose’,
  • ‘Knock Out’ oder
  • ‘Cassandra’.

Bei  Strauchrosen habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht mit den Sorten


  • ‘Shalom’,
  • ‘Westerland’ und
  • ‘Schneewittchen’.

In Baden läuft seit ca. einem Jahr ein Versuch zum Thema „Rosenbeete mit biologischem Pflanzenschutz und biologischen Pflanzenstärkungsmitteln“. Können Sie uns mehr darüber erzählen?

Der Versuch ist ein erstes  Projekt der Aktion „Natur im Garten“ und wird  mit der Universität für Bodenkultur, der Firma biohelp und  der Stadt Tulln durchgeführt. Der Versuch läuft das erste Jahr, daher ist es noch zu früh, um schon über Ergebnisse zu  reden.Was wir aber schon sagen können ist, dass sich der Einsatz von Nützlingen  sehr bewährt hat. So wurden etwa  die Florfliegen  massiv  gegen Blattläuse eingesetzt.

Der Winter steht bevor.Was ist nun im Herbst zu tun, damit die Rosen den Winter ausgezeichnet  überstehen?

Ab dem Spätherbst, wenn der erste Frost auftreten, sollten Beetrosen auf  untere Kniehöhe (ca. 40–50 cm) beschnitten werden – aus optischen Gründen, damit der Boden besser  bearbeitet werden kann und um Schneebruch im Winter zu verringern. Als Winterschutz sind die Rosenstöcke anzuhäufeln und der Boden sollte mit einem Spaten oder einer Grabgabel umgegraben werden, damit er im Frühling locker ist. Rosenbäumchen müssen eingepackt werden; dies kann man mit Papiersäckchen machen, aber am besten ist alte Jute oder  ein Vlies; auf keinen Fall sollten Kunststoffverpackungen verwendet werden! Bei Strauchrosen bitte die alten  Hagebutten nicht abschneiden! Sie dienen einerseits als Futter für Vögel  im Winter und viele Strauchrosen haben schöne, dekorative Fruchtstände, die in den Winter hinein den Garten dekorieren. Besonders schönen Fruchtschmuck haben die Rosensorte Rosa rugosa und Rosa sweginzowii macrocarpa. Und natürlich ist jetzt im Herbst auch die beste Zeit, um Neupflanzungen zu tätigen.

 

 

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