Nicht nur das Holz nutzte der Mensch seit jeher, nein, Gehölze waren und sind Speis und Trank für Tier und Mensch, Medizin, Färbemittel oder auch Brennstoff. Sonder Zahl sind die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten und viel Wissen über Wirkung und Einsatz ist bis heute leider schon verloren gegangen.
Wer weiß etwa heute noch, dass man aus den Früchten des Roten Hartriegels ein Öl gewinnen kann, das man für Lampen verwendet hat und dass sein Holz die zähesten Hacken und Schaufelstiele abgibt. Vergessen sind auch die vielen Verwertungsmöglichkeiten als Nahrungsmittel und Futtermittel.
Die Fruchtnutzung (jensseits vom Obst) ist noch am bekanntesten:
- Früchte der Mehlbeere,
- des Weißdorns, und auch
- Eicheln und
- Bucheckern
wurden dem Mehl beigemengt.
Die Beeren von
- Felsenbirne,
- Berberitze,
- Schlehe,
- Rosen,
- Dirndln,
- Elsbeere,
- Blauer Heckenkirsche
u. a. m. sind roh genießbar und lassen sich zu Marmeladen, Saft und alkoholischen Getränken verarbeiten. Auch aus Eicheln wurde eine Art Bier gebraut und die Speierlingfrüchte wurden dem Most zugesetzt. Aber nicht nur die Früchte können genutzt werden: Wie noch heute in Kanada aus dem Zuckerahorn, so wurde in unseren Breiten der Saft des Bergahorns zur Gewinnung von Zucker, Sirup und Essig verwendet. Auch aus dem Saft der Blumenesche wird ein Sirup gewonnen, der als Manna bezeichnet wird und als Zuckerersatz für
Diabetiker Anwendung findet.
Ebenso kann das Laub der Ernährung dienen: Junge Linden- und Ahornblätter kann man als schmackhafte Salate zubereiten und sogar zu „Sauerkraut“ verarbeiten. In manchen Gegenden Österreichs und der Schweiz kann man noch sogenannte Schneitelbäume finden: Das Laub von Esche und Hainbuche und anderer Bäume wurde durch Abhacken von den Ästen gewonnen, getrocknet und dann als Winterfutter für das liebe Vieh verwendet.
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