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Saturday July 9th 2011

‘Schaedlinge’ Archives

Natürliche Schädlingsbekämpfung

Eine Schwalbe macht noch lange keinen Sommer – und ein „Schädling“ bringt noch keinen Apfel-Baum um, führt aber leider oft zum Einsatz der vielbeschworenen  Giftspritze. Anstatt erst einmal abzuwarten, ob natürliche Gegner die Ausbreitung  der Schädlinge stoppen, wird deren Tätigkeit – die zeitlich immer verzögert auftritt – durch Pestizideinsatz gleich grundlegend verhindert. Die so genannten Schadorganismen erholen sich allerdings zumeist nach einer Pestizidanwendung weitaus schneller als ihre Gegenspieler – und so vollbringen sie vor unseren staunenden Augen nach so mancher Vertilgungsaktion erst recht neue Höhepunkte.


Dass Nützlinge einen ganz beträchtlichen  Beitrag bei der Kontrolle und Regulierung von Schadinsekten  sowie deren Vermehrung leisten können, mögen folgende Zahlen verdeutlichen:



  • Marienkäfer vertilgen bis zu 50 Blattläuse pro Tag,
  • insgesamt etwa 400 Läuse pro Käfer und Jahr;
  • eine Florfliegenlarve verdrückt 200 bis 500 und eine Schwebfliegenlarve bis zu 600 Blattläuse im Laufe ihres Larvendaseins.
  • Wichtige Nützlinge sind auch die verfessenen Raubmilben, die nicht nur bis zu 50 Spinnmilben pro Individuum, sondern auch Pilzsporen und die  Pilzfäden verzehren. Allerdings reagieren sie äußerst sensibel auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln.

Um die Entwicklung der Schädlinge gleich von Anbeginn an wirklich kontrollieren zu können, ist eine möglichst hohe Ausgangszahl an Nützlingen wichtig. Vereinzelte Blattläuse sind unter diesem Blickwinkel keine „Schädlinge“, die bekämpft werden sollen, sondern ein grundlegendes  Nützlingsfutter. Geduld und Vertrauen in die natürliche Regulierung sind daher angebracht, und auch Toleranz macht sich bezahlt. Ein Beispiel: Die wenigsten Läusearten  die man auf einem Apfelbaum findet, schädigen diesen wirklich grundlegend . Sie sind eher als Nützlingsfutter zu bezeichnen – zum Beispiel für den  Marienkäfer! Denn ohne Läuse gibt es keine Nahrung für Marienkäferlarven, und ohne Marienkäferlarven gibt es keine oder weniger Marienkäfer, die ihre Eier wieder in die Läusekolonien legen könnten …

Es gibt natürlich auch viele Ausnahmen von dieser Regel , und so kann etwa das Auftreten der Mehligen Apfelblattlaus junge oder auf sehr schwach wüchsigen Unterlagen veredelte prachtvolle  Bäume (die für den Intensivobstbau und nicht für den Hausgarten bestimmt sind!) stark  schädigen.

Schädlinge

Wissenswertes rund um Schädlingsbekämpfung

Als Bewohner des Hauses empfindet man sie meist als unästhetisch  oder ekelerregend: Die Schädlinge. Das Kleingetier kann im  Haus oder im Garten vieles  anrichten. Welche Maßnahmen stehen im Einzelnen hierbei zur Verfügung? Das gilt es bei der Schädlingsbekämpfung zu beachten:

Vier Arten von Schädlingen

Bevor Sie mit der Schädlingsbekämpfung beginnen, sollte erhoben werden , um welches Schädlinge es sich eigentlich handelt. Grob lassen sich Schädlinge in 4 differente Gruppen einteilen.

  • Materialschädlinge befallen überwiegend Materialien wie Holz, Textil oder Pappe.
  • Vorratsschädlinge bevorzugen Lebensmittel und Eingelagertes und machen diese unbrauchbar.
  • Als Hygieneschädlinge werden die jenigen bezeichnet, die Krankheiten infizieren oder Allergien auslösen können.
  • Zu Lästlingen zählt man alle, die Menschen als Ekel erregend oder als arg störend empfinden.

Drei Methoden der Schädlingsbekämpfung

Die Schädlingsbekämpfung ist generell durch verschiedene Maßnahmen möglich:

  • chemische,
  • physikalische oder
  • biologische

Bekämpfung von Schädlingen kommen  ergänzend zum Einsatz. Jede dieser Maßnahmen birgt verschiedene Voteile -  hat aber  auch Nachteile und  unterscheidet sich hinsichtlich der jeweiligen Effizienz.

Hinein in die Falle!

Bei der physikalischen Bekämpfung von Schädlingen werden schädlingsspezifische Fallen aufgestellt. Bestes Beispiel hierfür ist die klassische – Mausefalle. Oftmals wird der Schädling mithilfe eines bestimmten Geruches  in die Falle gelockt und haucht  letztlich in dieser sein Leben aus. Vorteil: Kein Gift und keine Umweltbelastung.

Giftige oder biologische Lösung?

Bei der chemischen Schädlingsbekämpfung werden vorwiegend Gifte eingesetzt, welche die betroffenen Schädlinge lähmen und letztlich zu deren Tod führen.  Bei der biologischen Schädlingsbekämpfung hingegen werden gezielt natürliche Gegner des Schädlings ausgesetzt, die den entsprechenden Schädling töten. So können Enten in Gärten helfen,die  Schnecken und Würmer zu beseitigen. Diese Variante wird heutzutage von Vielen  bevorzugt, da es sich hierbei um eine „humane“ Art und Weise der Schädlingsbekämpfung handelt.

Welche Vorsichtsmaßnahmen kann ich ergreifen?

Damit Sie erst gar nicht im Haus oder Garten, Kleingetier vertilgen müssen, können Sie Vorsichtsmaßnahmen treffen. So ist das Abdichten der Ritzen eine dieser Möglichkeiten, da Schädlingen kleinen Fugen gerne als Brutstätte oder zum Verbergen nutzen. Zudem ist es zu empfehlen, offene Essensvorräte in verschließbaren Behältern zu verwahren,weil der Geruch Lebensmitteln lockt oftmals Schädlinge an.

Pflaumensägewespe

Pflaumensägewespe

Volle Blüte bei den Zwetschken und keine Fruchte. Bei diesem Bild haben wir es in der Regel mit der pflaumensägewespe zu tun. Typisch für die Pflaumensägenespe ist, dass die Fruchte kurz nach der Blüte abfallen. Der Flug der Sägewespen lässt sich gut mit Weißtafeln kontrollieren. Es bleibt nur die Möglichkeit. in die abgehende Blüte mir einem fur Bienen ungefährlichen Insektizid zu spitzen, um die Ernte zu retten.

Blattlaeuse

Blattläuse im März

Schäden an unseren Kulturen werden immer wieder durch die mehlige Apfelblattlaus verursacht. Einzelne grau-blaue Läuse befinden sich in den Blütenbüscheln oder an den Rosettenblättern. Sie bilden Kolonien, die ein starkes Einrollen der Blätter verursachen. Besonders kurz vor der Blüte und 3 Wochen nach der Blüte sind wichtige Kontrollzeitpunkte. Eine weitere und harmlosere Blattlausart ist die Apfelfatenlaus. Einzelne schwarz-violette Läuse findet man an den jungen Blättern. Durch das Saugen der Läuse entstehen an den Triebenden rote Blätter. Im Hausgarten empfehlen wir keine Bekämpfung mit einem Pflanzenschutzmittel.
Hamlos ist auch die Apfelgraslaus. Eine grüne Laus mit zwei hellen  Längsstreifen. Diese Lausart ist unter anderem eine gute Nahrungsquelle für Nützlinge und muss nicht bekämpft werden. Die grune Apfelblattlaus wird in der Regel durch natürliche Gegenspieler im Garten ausreichend reduziert. Eine Bekämpfung ist erst bei 10 -15 Kolonien pro 100 Blattbüschel erforderlich.

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GRÜNES TIROL

Wirtswechselnde Blattlausarten

  • Apfelfaltenlaus Wiesenkerbel
  • Apfelgraslaus Gräser
  • Mehlige Apfelblattlaus Wegerich
  • Mehlige Birnenblattlaus Labkraut
  • Schwarze Kirschenlaus Labkraut
  • Große Pflaumenblattlaus Korbblütler
  • KleinePflaumenblattlaus Rachenblütler,Korbblütler
  • Grüne Pfirsichblattlaus Kartoffel
  • Mehlige Pfirsichblattlaus Gräser

Birnenblattpockenmilbe

birnenblattpockenmilbe

Birnenblattpockenmilbe

Die Saugtätigkeit der Birnenblattpockenmilbe beginnt bereits beim Knospenaufbruch. Die Weibchen überwintern unter den Knospenschuppen. Durch die Saugtätigkeit der Milben entstehen grunliche Pusteln. Der Befall ist durch die gelben Pocken, die sich im Laufe der Zeit braun und schwarz färben, erkennbar. Bereits beiKnospenschwellen sollte die erste Behandlung mit Schwefel durchgeführt  werden. Bei einem starken Befall im Vorjahr macht es Sinn, kurz vor der Blüte eine 2. Behandlung mit Schwefel durchzuführen.

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