Blumentöpfe und Gefaesse
2010-04-10 | 16:14
Blumentöpfe aus Ton
Tontöpfe eignen sich ausgezeichnet für die Bepflanzung mit
- Kräutern
- Pelargonien und
- trockenheitsverträglichen Gewächsen
Durch das durchdringliche Material verdunstet zusätzlich Wasser. Dies verbessert zwar das Kleinklima am Balkon, die Töpfe trocknen aber rascher aus und es kann zu Wassermangel an den Feinwurzeln kommen. Ab und zu entstehen auch Kalkränder an den Blumentöpfen, die sich mit Essigwasser teilweise entfernen lassen. Terra Cotta – so der italienische Name für Tongefäße – ist in verschiedensten Größen und Formen käuflich. Das Gewicht größerer Gefäße ist allerdings immens .
Die Qualität der Gefäße reicht von industriell hergestellte Massenware bis zu handgefertigten Unikaten. Ein wesentlicher Punkt ist die unterschiedliche Frostempfindlichkeit der verschiedenen Materialien und Herstellungsformen. Wichtig ist, sich beim Kauf der Blumentöpfe hierüber zu informieren.
- Ein Wasserabzugsloch am Boden,
- einige Tonscherben als Drainage an der Unterseite
- und ein wasserdurchlässiges Substrat
verbessern die Frostbeständigkeit des Pflanzgefäßes erheblich.
Blumen Kunststoffgefaesse
Blumenkästen und Blumen-Töpfe aus Kunststoff haben nicht unbedingt einen guten Ruf. PVC-Problematik, kitschige Farben und zerbröselnde Pflanzgefäße auf den Müllhalden dienen nicht gerade als Werbung für dieses Material. Einen großen Vorteil haben Kunststofftöpfe allerdings: Sie sind sehr leicht. Für Leute, die ihre Blumentöpfe im Herbst vom Balkon in den Überwinterungsraum tragen müssen, ist das durchaus ein
bedenkenswertes Argument. Günstiger Preis, leichte Reinigung und Frostfestigkeit stellen weitere Vorteile der Gefäße aus Kunststoff dar.
Es gibt eine Reihe optisch recht ansprechender Gefäße. Unschöne, aber praktische Plastiktöpfe können in einem Übertopf versteckt werden. Einige Hersteller bieten Plastiktöpfe aus Recyclingmaterial an – es lohnt sich, danach zu fragen. Pflanzgefäße aus PVC sollten hingegen vermieden werden, da PVC ein in Produktion und Entsorgung problematischer Werkstoff ist.
METALL – Ein originales Material
Metallgefäße eignen sich nur teilweise als Pflanzcontainer. Besser als sie direkt zu bepflanzen ist es, sie als Übertöpfe zu benutzen, um Beschädigungen durch gelöste Metallionen (z.B. Zink, Kupfer) zu vermeiden. Im Gießwasser gelöstes Eisen schadet den Pflanzen weniger allerdings können unter Eisengefäßen manchmal unschöne Rostflecken auf dem Boden der Terrasse entstehen. Ein Wasserabzugsloch im Bereich des Topfbodens verhindert Staunässe im Wurzelbereich und Frostschäden am Blumentopf. Da Metall eine hohe Wärmeleitfähigkeit besitzt, können bei Hitze oder Frost in Metallgefäßen vermehrt Wurzelschäden entstehen.
Holz – robust und natürlich
Aus Holz lässt sich eine ganze Menge von Pflanzgefäßen die auch der Dekoration dienen, bauen. Neben den bekannten Holzkästen auf ländlichen Balkonen gibt es auch recht schlichte Blumenkästen und Blumentröge für größere Pflanzen. Gefäße aus unbehandeltem Lärchenholz oder Eiche oder ganz einfacher Fichte halten viele Jahre. Ausgelegt mit Folie aus Kautschuk oder Polyethylen kann man sie auch mit leichter Anstaubewässerung verwenden. Für
- Oleander,
- Palmen und
- Zitrusgewächse
werden oft Pflanzkübel aus Robinie gewählt, die es in verschiedenen Qualitäten gibt.
Keramik
Gefäße aus glacierter Keramik gibt es in unzähligen Farben, Muster und Designs. Sie bringen Farbe auf jeden Balkon oder Terrasse. Größere Stücke sind ziemlich kostenintensiv und meist zu schade, um sie winterlichen Extremtemperaturen auszusetzen. Als Übertöpfe für Zimmerpflanzen oder Kübelpflanzen können sie den
Sommer auf dem Balkon verbringen. Im Winter wandern sie an einen geschützten Platz. Eine andere Möglichkeit, Frostschäden durch gefrierendes Wasser in den Töpfen zu vermeiden, besteht darin, diese zu entleeren und auf dem Kopf stehend zu verstauen.
Beton Faserzement und Naturstein
Aus diesen Materialien werden teilweise auch große Pflanztröge hergestellt. Gewicht und Dauerhaftigkeit dieser Materialien sprechen für die Verwendung bei langfristigen Gestaltungwn oder als Ersatz für Geländer und Brüstungen. Kletterpflanzen und Gehölze sind besonders dankbar für einen großen Wurzelraum. Wichtig ist auch hier, auf eine gute Entwässerung in Form von Ablauf und flächendeckender großzügiger Drainageschicht zu achten, um Problemen mit auftretender Staunässe und Frost vorzubeugen.