Mein Garten

Blütenbäume mit einem Hauch von Exotik

2010-08-14 | 21:37

bluetenbaeume

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Insbesondere für die Vorgärten und Bereiche im Garten wo ein besonderer Blickfang geschaffen werden soll bieten sich Arten mit  außergewöhnlichem Blütenschmuck an. Dazu zählen vor allem die Magnolien wie die Baummagnolie oder die “Leonard Messel” wie auch die zahlreichen neueren Züchtungen.

Mit ihren tulpenförmigen Blüten in Weiß, Rosa oder Rot bringen sie zur Blüte zert im Fruhling einen Hauch von Exotik in Ihrn Garten. Auch der aus China stammende Taschenbuchbaum oder Taubenbaum (Dauidia inuolucrata) sucht seines gleichen. Allerdings braucht er viele Jahre, bis sich die ersten Blüten entwickeln. Er präsentiert seine großen weißen. taschtuchähnlichen Hochblätter im Mai, leider werden diese manchen Jahren durch Spätfröste etwas in Mitledenschaft gezogen. In wesentlich jüngeren Jahren blüht dagegen
der Goldregen, der zwar strauchförmig wächst, sich aber zu einem mehrstämmigen kleinen Baum entwickelt, wenn ihn in seiner Wuchskraft nicht behindert. Ahnliches gilt auch für den gemeinen Flieder, der in Baumschulen oft bäumig erzogen wird. Nur in besonders begünstigten Klimagebieten lässt sich ein weiterer, sehr exotisch wirkender  mehrstämmiger Großstrauch bis Kleinbaum entwickeln:  Der Judasbaum (Cercis siliquastntm) aus dem Mittelmeerraum.  Er verursacht immer wieder Staunen, da er nicht nur an den jüngeren Zweigen Blüten trägt. sondetn kräftig lilafarbene Blüten sogar aus den alten Stämmen hervorbrechen. Man bezeichnet dies als Stammblüten (Kauliflorie), die sonst nur bei tropischen Bäumen auftritt.

Im Übrigen gibt es auch einen leider sehr wenig bekannten Vertreter des Judasbaumes aus Nordamerika (Cercis cottodensis), der etwas kleinere leuchtend rosa Blüten hat. Wesentlich winterhärter ist als sein Verwandter aus dem Mittelmeerraum. Zu den großartigsten Blütenbäumen für kleine Gärten zählen meines Erachtens die zahlreichen Sorten des Blumenhartriegels (Cornusflorida und C. kotsat. Ihre relativ unscheinbaren Blüten sind zu kleinen kugeligen Blütenständen zusammengefasst. Dafur übernehmen die
vier großen weißen oder rosa gefärbten Hochblätter die Blütenfunktion in hervorragender Weise. Auch die Herbstfärbung dieses Kleinbaumes kann sich sehen lassen.
Nicht weniger exotisch wirken die gelben Blütenrispen des Blasenbaumes, der auch Blasenesche genannt wird. (Koelreuteria paniculata) Dieser im Englischen als,,Golden Rain Tree” bezeichnete Kleinbaum mit gefiederien Blättern blüht im Juli/August, also zu einer sehr ungewöhnlichen Jahreszeit, und benötigt warme, trockene, stark kalkhältige Standorte.

Halbschattige Standorte

Auch fur den lichten Schatten bieten sich einige kleinkronige Bäume an, so zum Beispiel Fächerahorne (Acer palmatum) und Schlangenhautahorne (Acer grossefi etc.). Insbesondere Letztere lassen sich besonders gut unterpflanzen, ihre auffallende Rindenzeichnung sowie die brillante Herbstfärbung gleichen die relativ unauffällige Bitite der Ahorne bei weitem aus. Blütenschmuck und Herbstfärbung zeichnen auch den japanischen Pagoden Hartriegel (Cornus controuersa) aus, der aber vor allem wegen  seinen etagenförmigen Habitus auf sich aufmerksam macht. Insbesondere die weiß panaschierte Sorte ,,Variegata” entwickelt sich im lichten Schatten prächtig. Auf  leicht beschatteten, vor allem vor Wintersonne geschützten Standorten bietet sich auch ein immergrüner Kleinbaum, ähnlich die Stechpalme (Ilex aquifolium und verwandte  Sorten). an. Allerdings muss man dabei beachten, dass dieser Baum zweihäusig ist und zur Fruchtbildung neben weiblichen, fruchttragenden Sorten auch männliche Bestäubungspartner gepflanzt werden müss e n. Zu einem besonders zierlichen, meist mehrstämmigen Kleinbaum entwickelt sich auch die aus Südamerika stammende Süd- oder Scheinbuche (Nothofagus antartcia). Sie benötigt nicht allzu kalte Standorte bei hoher Boden- und Luftfeuchte und zählt mit ihren zierlichen, kleinen Blättern zu den besonders exquisiten Gehölzen im Hausgarten.

Brillante Herbstfarben

Es müssen nicht immer Blüte oder Früchte sein, die ein Gehölz zu einem Blickfang im Garten machen. Die besondere Wuchsform, vor allem aber das Laub und die leuchten Herbstfarben die  den Eisenholzbaum (Parrotia percica) und Kuchenbaum (Cercidipbyllum japonicum) zu einer Berreicherung im Garten werden. Diese Zierbäume wachsen sehr langsam und werden von Jahr zu Jahr ohne besondere  Schnitt- und Pflegemaßnahmen schöner und schöner und bleiben unübertroffen in ihrer Herbstfärbug,  deren Farbtöne von gelborange über rotorange bis hin zu lila Farbtönen reicht.

Die Liste ließe sich weiter fortsetzen, aber an dieser Stelle möchte ich doch einige Hinweise zur richtigen Verwendung von breitkronigen Bäumen im Garten gegeben werden. Sie sollten diese nicht wahllos und durcheinander setzen. auch wenn genügend Platz vorhanden ist. Sie sollten gezielt platziert und deren Standortansprüche  berücksichtigt werden. Ist eine Unterpflanzung  mit Stauden vorgesehen, dann sollten Blütezeiten aufeinander abgestimmt und den Standortgegebenheiten entsprechende Stauden ausgewählt werden. Kleinkronige Bäume können sowohl freistehend als prächtige Solitärehehölze,  aber auch zur Gliederung und Auflockerung von Hecken oder als Sichtschutz verwendet werden.

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