


Kompost – aus organischem Abfall entsteht nährstoffreiche Erde
Organischer Abfall fällt in jedem Haus und Garten an. Durch Kompostieren können Sie diesen Abfall gezielt einer Wiederverwertung zuführen. Kompost ist das Ergebnis eines natürlichen Zersetzungsprozesses, an dessen Ende nährstoffreiche biologisch wertvolle Erde steht. Das Zersetzen selbst wird meist an einem eigens dafür geschaffenen Behälter durchgeführt.
Mit dem Kompostieren im eigenen Garten wird ein natürlicher Stoffkreislauf geschlossen. Am Anfang dieses Zyklus stehen die Pflanzen, die mit Hilfe von Sonnenenergie, Bodennährstoffen und Wasser Pflanzenmasse produzieren. Der Mensch nutzt die Pflanzen als Konsument zur eigenen Ernährung. Die dabei anfallenden Bioabfälle werden durch den Rotteprozess am Komposthaufen durch Millionen von Lebewesen, die so genannten Destruenten, in wertvolle Erde verwandelt.
Kompost im Garten – der Standort
Das Kompostieren sollte in einer möglichst ungenutzten Region des Gartens stattfinden, um einer Geruchswahrnehmung vorzubeugen. Sie können dabei zwischen offenen und geschlossenen Kompostierung wählen. Letztere werden als Thermokomposter bezeichnet, in denen die Verrottung aufgrund eines geeigneten Klimas mit entsprechender Wärme schneller geschieht.
Was gehört auf einen Komposthaufen?
Grundsätzlich eignet sich für die Kompostierung jegliche Art von organische Küchen- und Gartenabfällen. Verzichten sollten Sie allerdings auf die Zugabe von gekochten Nahrungsmittel, Knochen und Fleisch. Auch Nahrungsmittel, die mit Pilz, Pflanzen- oder Insektenschutzmitteln belastet sind, gehören nicht auf den Komposthaufen.
Ein Komposthaufen bietet sprichwörtlich haufenweise Vorteile: Organische Abfälle aus Haushalt und Garten sind schnell entsorgt, Vögel finden dort zahlreiche Kleininsekten zur Nahrung und zu guter Letzt haben Sie mit dem entstandenen Kompost kostbaren Biodünger frei Haus. Aufgrund des hohen Humus- und Nährstoffgehalts und der Fähigkeit, Wasser zu speichern, ist Komposterde bestens zur Verbesserung des Bodens geeignet.
Wie funktioniert die Kompostierung grundsätzlich?
Durch gezieltes natürliches Kompostieren können Sie negative Folgen für die sogenannten Reduzenten vermeiden. Diese Reduzente sind für den stetigen Zerfall von organischem Material verantwortlich. Zu ihnen zählen insbesondere Mikroorganismen, wie
Hinzu kommen größer Organismen wie
Dabei übernimmt jeder Organismus einen individuellen Anteil an dem Zerfallsprozess. Das Resultat ihrer Stoffwechselvorgänge: Es werden die zuvor gebundenen organischen Nährstoffe freigesetzt und umgewandelt. Eine intakte Umwelt ist daher essentiell für einen funktionierenden Komposthaufen.
Kompost als Dünger einsetzen
Aus dem Zersetzungsprozess entsteht jede Menge an natürlichem Bio Humus. Diesen können Sie wiederum im Garten als Düngemittel einsetzen. Besonders effektiv ist der Einsatz von kompostierter Erde bei stark beanspruchten Böden. Verantwortlich dafür sind ein hoher
- Phosphor- und
- Kalium-Gehalt.
Besonders ratsam ist der Einsatz von Humus bevor die Wachstumsperiode der Pflanzen anfängt. Denn in dieser Phase besteht ein vermehrter Nährstoffbedarf. So ergibt sich ein Kreislauf aus
- Verbrauch
- Abfall und
- Wiederverwertung:
Ein natürlicher Prozess, den Sie gezielt ausnutzen können, auch um Ihre Kosten zu senken.